SC Paderborn zeigt Fußball-Spektakel und schlägt Union Berlin deutlich

Paderborn - Schon im Vorfeld der Partie zwischen Union Berlin und dem SC Paderborn stellte SCP-Trainer Steffen Baumgart klar, dass er und seine Mannschaft "keine Gastgeschenke zu verteilen hätten" (TAG24 berichtete).

Die Paderborner feiern den 1:0-Treffer durch Christopher Antwi-Adjej (2. v. r.).
Die Paderborner feiern den 1:0-Treffer durch Christopher Antwi-Adjej (2. v. r.).  © DPA

Durch die Treffer von Christopher Antwi-Adjei (41.), Sven Michel (88.) und Philipp Klement (90+1.) fuhr der SCP an diesem Nachmittag einen Auswärtssieg nach Hause und machte die rund 1000 mitgereisten Fans glücklich. Der 3:1-Gegentreffer von Sebastian Polter fiel da nicht mehr ins Gewicht.

Gegen den Verein, für den er als Spieler kickte, schickte Baumgart eine veränderte Elf als beim 3:1-Sieg über den FC Ingolstadt auf den Platz. Für die Nationalspieler Mohamed Dräger (Tunesien), Jamilu Collins (Nigeria) und Bernard Tekpetey (Ghana) spielten Lukas Boeder, Tobias Schwede und Kai Pröger von Beginn an.

Die Berliner kamen besser in das Duell und sorgten in der ersten Viertelstunde dafür, dass die Innenverteidiger Christian Strohdiek und Sebastian Schonlau viel zu tun bekamen. Erst danach trumpften die Gäste aus Paderborn besser auf.

Während die Hausherren durch Sebastian Andersson (23.) zu einer guten Möglichkeit kamen, war es auf der Gegenseite Antwi-Adjei, der die erste Torchance für den SCP hatte (25.). Allerdings wurde dessen Schuss aus spitzem Winkel zur Ecke abgefälscht.

Im weiteren Verlauf wurde die Baumgart-Elf immer stärker, weswegen folgerichtig in der 41. Minute auch der Treffer zum 1:0 fiel. Nach einem gewonnenem Zweikampf im Mittelfeld spielte Ben Zolinski den Ball auf Antwi-Adjej. Der 25-Jährige marschierte daraufhin über den halben Platz und wuchtete das Leder aus circa 16 Metern ins linke untere Eck.

Anschließend passierte nicht mehr viel, weshalb Schiri Michael Bacher nach einer einminütigen Nachspielzeit zur Halbzeit pfiff.

SCP-Trainer Baumgart sah einen offensiven Auftritt seiner Mannschaft.
SCP-Trainer Baumgart sah einen offensiven Auftritt seiner Mannschaft.  © DPA

Unverändert kamen beide Teams aus der Pause und der SCP hatte durch Zolinski direkt eine Großchance (48.). Allerdings konnte sein Lupfer über Torhüter Rafal Gikiewicz hinweg, noch von einem Berliner zur Ecke geklärt werden.

Die Paderborner drehten nun richtig auf und hatten Tormöglichkeiten im Minutentakt. Aber weder Zolinski (53.) noch Pröger (57.) konnten das Leder im Kasten der Hausherren versenken.

Berlin versuchte im weiteren Verlauf der Partie mit aller Macht wieder zurück ins Spiel zu finden, aber die Baumgart-Elf unterband jeglichen Versuch der Eisernen.

Um aber noch mehr Stabilität zu erlangen und um die Führung über die Zeit zu bringen, brachte der Trainer der Gäste in der 70. Minute Klaus Gjasula für Zolinski und neun Minuten später Collins für Schwede.

Obwohl die Gäste nun zu besseren Chancen kamen, waren es am Ende erneut die Paderborner, die Treffer erzielen konnten. Erst tanzte Michel die komplette Abwehr aus und netzte im Fallen (88.), ehe der Mittelfeldmotor Klement die 3.0-Führung (90.+1) erzielte. Zwar erzielten die Berliner durch Polter noch das 3:1, aber das spielte schlussendlich keine Rolle mehr.

Der SCP zeigte eine aggressive und engagierte Leistung und ging letzten Endes als verdienter Sieger vom Platz.

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