SCP-Stürmer ist überzeugt: "Am Tiefpunkt haben wir unsere Siegermentalität entwickelt"

Paderborn - Es ist unfassbar, was SCP-Stürmer Ben Zolinski zurzeit erlebt. Ende Mai 2016 verpflichtete der SC Paderborn den inzwischen 26-Jährigen, um mit ihm den Abstieg in die Regionalliga zu verhindern. Nur der Lizenzentzug von 1860 München rettete letztendlich die Paderborner vor dem Absturz. Nun hat sich das Blatt allerdings komplett gewendet und der gebürtige Berliner könnte sogar in der kommenden Saison Bundesligaluft schnuppern.

SCP-Trainer Steffen Baumgart machte Ben Zolinksi zur echten Spitze.
SCP-Trainer Steffen Baumgart machte Ben Zolinksi zur echten Spitze.  © DPA

Gegenüber dem Westfalen-Blatt erklärte der Zolinski, warum die Mannschaft sich derzeit im Aufstiegsrennen befindet. "Am Tiefpunkt haben wir unsere Siegermentalität entwickelt", stellte der Mann, der vom Oberligisten TSG Neustrelitz zum SCP gewechselt war, klar und fuhr fort: "Danach wollten wir zeigen, dass wir mehr können, als nur abzusteigen, haben uns zusammengerauft und sind durchmarschiert."

Vor allem mit starkem Offensivfußball weiß das Team von Cheftrainer Steffen Baumgart zu überzeugen. Unter seiner Führung schossen die Paderborner in der Aufstiegssaison 90 Tore in der dritten Liga. Nun ist das Team schon bei 71 Treffern in der 2. Bundesliga und möchte am Sonntag, gegen den Hamburger SV, weitere Treffer nachlegen, um gegebenenfalls schon dann den Aufstieg perfekt zu machen.

Dass das klappen könnte, davon ist auch Zolinski überzeugt. "Unsere Mannschaft bringt eine Wahnsinnsgeschwindigkeit auf den Platz, damit sind wir schwer auszurechnen und kaum zu verteidigen", erläuterte er weiter.

Einen steilen Aufstieg mit dem SC Paderborn hat Ben Zolinski hinter sich.
Einen steilen Aufstieg mit dem SC Paderborn hat Ben Zolinski hinter sich.  © Imago

Bei den Paderborner musste der 26-Jährige von Beginn an viele Rollen auf dem Platz übernehmen. Während Chefcoach René Müller ihn zum Beispiel als Rechtsverteidiger auflaufen ließ, stellte dessen Nachfolge Stefan Emmerling ihn im rechten Mittelfeld auf. Erst unter Baumgart wurde er zur echten Spitze.

Bisher wusste er zumeist auf die Position zu überzeugen, obwohl er nach fünf Toren und vier Vorlagen selbstkritisch sagte: "Es könnten ein paar Buden mehr sein, da muss ich besser werden."

Vielleicht gelingen ihm diese ja noch gegen den HSV. Die SCP-Fans würde es zumindest freuen, vor allem, wenn die Tore den Aufstieg bedeuten würden.

Titelfoto: Imago

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