Sensationeller Erfolg des SC Paderborn! SCP ballert HSV ins Tal der Tränen

Paderborn - Gegen den Hamburger SV wollte SCP-Trainer Steffen Baumgart den letzten Schritt in Richtung Aufstieg machen (TAG24 berichtete). Mit einem Sieg gegen die Hanseaten hätte sein Team nicht nur einen direkten Konkurrenten ausgestochen, sondern zudem den Relegationsplatz gesichert. Daher warf der Coach alles in die Waagschale.

Der SCP fightete sich in die Partie.
Der SCP fightete sich in die Partie.  © DPA

Die Mannschaft des 47-Jährigen sicherte sich letztendlich vor 15.000 Zuschauern in der heimischen Benteler-Arena durch einen 3:1-Erfolg schon einmal den Relegationsplatz. Die Treffer des Tages erzielten Sebastian Vasiliadis (25./46.) und Christopher Antwi-Adjej (80./86.) für den SCP und Rick van Drongelen (71.) für den HSV.

Baumgart veränderte seine Mannschaft im Vergleich zum Spiel beim DSC Arminia Bielefeld auf zwei Positionen. Für Babacar Gueye und Ben Zolinski starteten Sven Michel und Klaus Gjasula.

Sowohl der SCP als auch der HSV kamen gut in die Partie und zeigten von Beginn an, dass sie die drei Punkte wollten. Trotzdem wirkten die Paderborner anfangs nervöser als die Gäste.

Hinzu kam, dass sich die Hamburger in der ersten 15. Minuten die besseren Torchancen erspielten. Allerdings wurde der Torschuss von Pierre-Michel Lasogga (14.) geblockt und der Kopfball von Léo Lacroix von Gjasula auf Linie geklärt. Ab diesem Moment war der HSV besser im Spiel und drängte die Hausherren in die eigene Hälfte.

Trotzdem war es die Bumgart-Elf, die mit 1:0 in Führung ging. Christopher Antwi-Adjej spielte einen klasse Seitenwechsel auf Kai Pröger, der von seinem Gegenspieler nicht angegriffen wurde, weswegen er einfach mal abzog. Torhüter Tom Mickel konnte den harten Schuss allerdings nur vor die Füße von Vasiliadis abprallen lassen, der das Leder ins Tor bugsierte (25.).

Obwohl der HSV auf den Ausgleich drängte, wollte ihnen ein Treffer trotz guter Gelegenheiten durch Khaled Narey (31.) und Bakery Jatta (38.) nicht gelingen, weswegen sie mit dem Rückstand in die Halbzeitpause gingen.

Sebastian Vasiliadis (v.) feiert zusammen mit Sven Michel seinen Treffer zum 1:0.
Sebastian Vasiliadis (v.) feiert zusammen mit Sven Michel seinen Treffer zum 1:0.  © DPA

Die Fans beider Lager hatten nach Wiederanpfiff noch nicht einmal richtig auf ihren Sitzen Platz genommen, da stand es auch schon 2:0 für die Hausherren. Erneut war es Vasiliadis der den Treffer erzielte. Die Nummer 39 der Paderborner fasste sich am Sechszehner ein Herz und drosch die Kugel flach ins rechte untere Eck (46.).

Obwohl der HSV-Trainer Hannes Wolf wechselte und Aaron Hunt für David Bates brachte (47.), drehte der SCP jetzt richtig auf. Allerdings scheiterten Antwi-Adjej (52.) und erneut Vasiliadis (54.) am starken Schlussmann Mickel.

Das Chancenplus der Hausherren veranlasste Wolf zu einem erneuten Wechsel. Nun warf er den zukünftigen Bayern-Spieler Jan-Fiete Arp in die Partie und nahm Jatta vom Feld (55.).

Beide Wechsel brachten aber nichts ein, weil die Paderborner immer mehr das Zepter in die Hand nahmen und sich Chancen im Minutentakt erspielten. Jedoch kamen sowohl Philipp Klement (67.) als auch Michel (68.) am Keeper nicht vorbei.

In der 70. Minute wechselte Baumgart das erste Mal und nahm Kai Pröger vom Platz, der von den Fans mit stehenden Ovationen verabschiedet wurde. Ihn ersetzte Bernard Tekpetey. Kurz nach dem Wechsel wurde es aber noch einmal spannend, weil der HSV durch van Drongelen den Anschlusstreffer erzielte (71.).

Durch das Tor waren die Gäste wieder im Spiel und drückten auf den Ausgleich. Allerdings erstickten die Paderborner den Hamburger Höhenflug mit einem Doppelschlag von Antwi-Adjej im Keim. Erst schob der Stürmer in der 80. Minute den Ball an Mickel zum 3:1 vorbei, ehe er nach einem Pass von Klement draufhielt und so das 4:1 erzielte (86.).

Bei diesem Ergebnis blieb es zur Freude der Fans auch. Nach dem derzeitigen Stand hat der SCP den Relegationsplatz schon einmal sicher und hat es am kommenden Sonntag, bei Dynamo Dresden (15.30 Uhr), in der eigenen Hand, den direkten Aufstieg zu schaffen, wenn sie gegen die Sachsen gewinnen sollten.

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