Kooperation mit RB Leipzig beendet: SCP-Fans werfen Club schlechten Stil vor

Paderborn - Die geplante Kooperation zwischen dem SC Paderborn und RB Leipzig findet zum Glück vieler Fans nicht statt. Doch während die Vereinsführung noch zu dem Thema schweigt, nehmen viele Vereinsanhänger das Nein zu der Zusammenarbeit nicht einfach so hin.

Weil SCP-Manager Markus Krösche zu RB Leipzig wechselte, kam es zu den Kooperationsgesprächen beiden Vereine.
Weil SCP-Manager Markus Krösche zu RB Leipzig wechselte, kam es zu den Kooperationsgesprächen beiden Vereine.  © Imago Images/pmk

In den Sozialen Netzwerken wird weiterhin heiß über die Kooperation diskutiert. Und während die Befürworter enttäuscht darüber sind, dass die beiden Bundesligisten nicht zusammenarbeiten, freuen sich die Gegner umso mehr.

"Als uns die Nachricht erreicht hat, haben wir wahre Freudentänze aufgeführt. Mit einer dermaßen spektakulären Wendung haben wir echt nicht mehr gerechnet", erklärte Zahnarzt Dr. Jan Fischer gegenüber dem Westfalen-Blatt.

Er hatte zusammen mit anderen Fans eine Petition gestartet, die sich an die Vereinsführung richtete und sich gegen die Zusammenarbeit der beiden Clubs aussprach. Bis zum Freitag hatten diese fast 2600 Personen unterschrieben.

Die Gegenwehr war im allgemeinen riesig. Die "Fanszene Paderborn" hatte zu Aufklärungszwecken sogar 32.000 Das-steckt-hinter-RB-Flyer verteilt und zudem über den Blog www.ohne-rb.de zur Gegenwehr aufgerufen - mit Erfolg.

Der größte Teil der Paderborn-Fans ging gegen die geplante Zusammenarbeit auf die Barrikaden.
Der größte Teil der Paderborn-Fans ging gegen die geplante Zusammenarbeit auf die Barrikaden.  © DPA

"Es ist toll, was die aktive Fanszene auf die Beine gestellt hat. Auch die Unterstützung für die Petition war unglaublich und ist für mich ein ganz seltenes Beispiel dafür, dass es sich doch lohnen kann, wenn man sich als Bürger oder Fan nicht alles gefallen lässt", stellte Fischer klar.

Ein wenig Frust verspürt der Arzt allerdings schon, weil in der Pressemitteilung, in der der SCP Abstand von der Kooperation nahm, der Fanprotest mit keinem Wort erwähnt wurde, sondern nur von unterschiedlichen Ansichten die Rede war.

"Was da durch die Blume geäußert wird, ist absolut unglaubwürdig. Der Kooperationsvertrag war doch schon unterschrieben. Zurückgerudert wurde ausschließlich aufgrund der Proteste und das nicht einzuräumen, ist eine ganz schwache Reaktion", erläuterte der 53-Jährige weiter.

Seiner Ansicht nach sei dadurch eine Chance verpasst worden, die Pro- und Contra-Lager wieder zu vereinen. "Hätte die Geschäftsführung gesagt, dass sie einen Fehler gemacht und diesen nun korrigiert habe, wäre das sehr integrativ gewesen. Das hätten ihr die meisten Fans sehr hoch angerechnet. Aber stattdessen geht man so vor, wie man das aus der Politik kennt und versucht einfach nur irgendwie, sein Gesicht zu wahren."

In der kommenden Woche möchten die Verantwortlichen auf die Fans zu gehen und ein klärendes Gespräch führen.

Titelfoto: DPA

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