Pokal-Sensation! Verl haut Kiel nach Elfmeterschießen raus

Verl - Riesen-Sensation! Der SC Verl aus der Regionalliga West hat Zweitligist KSV Holstein Kiel nach Elfmeterschießen aus dem DFB-Pokal geworfen.

Verls Jan Schöppner (r.) engt die Kreise von Kiels Finn Porath ein.
Verls Jan Schöppner (r.) engt die Kreise von Kiels Finn Porath ein.  © dpa/Friso Gentsch

Es war ein echter Elfmeter-Krimi, der dem Tabellenführer der viertklassigen Regionalliga West das Achtelfinale bescherte.

Die Ostwestfalen bezwangen den Zweitligisten Holstein Kiel nach neun Runden im Elfmeterschießen mit 8:7 und zogen erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die Runde der letzten 16 ein.

Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Zum Helden im Elfmeterschießen wurde Torhüter Robin Brüseke, der die Schüsse von Emmanuel Iyoha und Phil Neumann parierte. Das 20 Jahre alte Eigengewächs Jan Schöppner verwandelte entscheidend.

1980 hatte Verl schon einmal die 3. Runde erreicht, diese wurde damals aber mit 32 Mannschaften ausgespielt.

Die enttäuschenden Kieler verpassten den sechsten Einzug ins Achtelfinale den zweiten in Folge.

SC Verl verkauft sich im DFB-Pokal teuer gegen Holstein Kiel und wird belohnt

Am Ende durfte der SC Verl jubeln und zog erstmals in die Runde der letzten 16 Teams ein.
Am Ende durfte der SC Verl jubeln und zog erstmals in die Runde der letzten 16 Teams ein.  © dpa/Friso Gentsch

U21-Nationalspieler Janni Serra hatte Kiel in Führung gebracht (13.). Nico Hecker (45.+1) war für die Ostwestfalen aus Verl erfolgreich, die zuvor den Erstligisten FC Augsburg mit 2:1 ausgeschaltet hatten und neben dem am Dienstag gegen Bundesligist Köln erfolgreichen 1. FC Saarbrücken einziger Viertligist in der zweiten Runde waren. In der kommenden Saison muss Verl im DFB-Pokal allerdings zuschauen.

Durch ein 1:4 beim Oberligisten RSV Meinerzhagen ist der SC im Westfalenpokal in der ersten Runde ausgeschieden.

Die Gastgeber, die für das Spiel in der mit 5.153 Zuschauern ausverkauften Sportclub Arena mobile Flutlichtmasten aufstellen mussten und deren Trainer Rino Capretti am Morgen noch an einer Realschule in Gütersloh unterrichtet hatte, verkauften sich von Beginn an teuer und waren in der ersten Halbzeit mindestens ebenbürtig.

Nach der Pause übernahm Kiel die Kontrolle, doch auch Verl blieb mit Tempo und Leidenschaft immer gefährlich.

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