Schädel und Knochen im Wald gefunden: Sind es die Überreste von Monika Crantz?

Lüneburg - Bereits Ende September hat ein Förster in einem Waldstück bei Lüneburg einen grausigen Fund gemacht: Im Dickicht entdeckte er einen skelettierten Menschenschädel und Bekleidungsstücke.

Die Polizei durchkämmte ein Waldstück in der Nähe von Lüneburg. (Symbolfoto)
Die Polizei durchkämmte ein Waldstück in der Nähe von Lüneburg. (Symbolfoto)  © DPA

Dies teilte die Polizei am Donnerstagmorgen mit. Daraufhin haben Einsatzkräfte gemeinsam mit Spezialhunden den Bereich östlich des Elbe-Seiten-Kanals durchkämmt und drei weitere vermutlich menschliche Knochen festgestellt.

Derzeit werde untersucht, ob alle Fundstücke im Zusammenhang stehen. Es gibt die Vermutung, dass sie zu der seit fast zwanzig Jahren vermissten Unternehmerin Monika Crantz gehören könnten. Das müsse nun die Gerichtsmedizin klären.

Das bestätigte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Die damals 49 Jahre alte Geschäftsfrau aus Ratzeburg in Schleswig-Holstein wird seit 1999 vermisst.

Der Ehemann der Frau, Hartmut Crantz, war 2000 vom Landgericht in Lübeck wegen Mordes aus Habgier zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden.

Wenige Tage, nachdem das Gerichtsurteil in einem Revisionsprozess 2003 bestätigt worden war, hatte sich Hartmut Crantz in seiner Zelle das Leben genommen.

Update, Freitag, 12. Oktober:

Die gefundenen Knochen werden nun im Landeskriminalamt in Hannover genetisch untersucht. Mit einem Ergebnis sei frühestens in zwei Wochen zu rechnen.

Der Wald, in dem die Knochen gefunden wurden, war bereits 1999 einmal von der Polizei durchsucht worden. Die Entfernung zwischen Ratzeburg und dem Waldstück entsprach genau der Kilometerzahl, die Hartmut Crantz am Tag des Verschwindens seiner Frau mit einem Mietwagen zurückgelegt hatte.

Titelfoto: DPA


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