Blutrausch: Wölfe töten 23 Lämmer in einer Nacht

Jüngst hatte der Jagdverband von der Politik ein schnelles Handeln bezüglich Umgang mit dem Wolf gefordert. (Symbolbild)
Jüngst hatte der Jagdverband von der Politik ein schnelles Handeln bezüglich Umgang mit dem Wolf gefordert. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Kummersdorf-Alexanderdorf - Der Wolf ist in Deutschland auf dem Vormarsch, eine Tatsache, die ein Schäfer aus Kummersdorf-Alexanderdorf in Teltow-Fläming nicht zum ersten Mal schmerzlich erfahren muss.

Sieben Muttertiere und 23 Lämmchen fand der Schäfer auf seiner Weide - tot gebissen durch Wölfe, wie die Märkische Allgemeine berichtete. Die Verletzungen an den Tieren sprechen eine eindeutige Sprache.

Es ist ein Anblick, den er nicht zum ersten Mal erlebt. 48 Tiere hat er bereits durch Wolfsangriffe verloren. Jetzt kommen 30 weitere hinzu - somit 78 insgesamt. Man kann es dem Schäfer daher nicht verübeln, dass er den Tränen nah ist. Die Tiere sind sein Leben, seine Existenz, die er aufgrund des Vorfalls infrage stellt.

Zum Jahresende will wohl seinen Beruf aufgeben. Der Frust und die Trauer seien einfach zu groß, erklärt er in der Märkischen Allgemeinen.

Die Ausbreitung der Wölfe ist nach Einschätzung des Bauernverbandes eine Bedrohung für die Tierhaltung. Derzeit leben rund 70 Rudel und Paare in Deutschland, allein im vergangenen Jahr seien nach der amtlichen Statistik 700 Weidetiere getötet worden.

Titelfoto: dpa (Symbolbild)


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