Schalke löst wohl nächsten Problemfall: Bentaleb vor Wechsel zu Werder Bremen!

Bremen - Nachdem sich der SV Werder Bremen zuletzt Ömer Toprak von Vizemeister Borussia Dortmund geschnappt hat, soll nun auch Nabil Bentaleb vom BVB-Rivalen Schalke 04 an die Weser wechseln.

Sein erstes Jahr auf Schalke lief besonders rund. Nun scheint das Kapitel Königsblau für ihn Geschichte zu sein.
Sein erstes Jahr auf Schalke lief besonders rund. Nun scheint das Kapitel Königsblau für ihn Geschichte zu sein.  © Friso Gentsch/dpa

Den Algerier ließen sich die Königsblauen vor zwei Jahren noch satte 19 Millionen Euro kosten, nachdem man ihn 2016 zunächst für ein Jahr von Premier-League-Klub Tottenham Hotspurs ausgeliehen hatte.

Der inzwischen 24 Jahre alte zentrale Mittelfeldmann kam als vielversprechendes Talent von der Insel in den Pott und gehörte in seiner ersten Saison gleich zum absoluten Stammpersonal auf Schalke. Er kam zu 32 Bundesliga-Einsätzen und schoss dabei fünf Tore bei vier Assists. Darüber hinaus lief er auch neun Mal in der Euro League auf.

Das Jahr darauf war dann schon nicht mehr ganz so rosig. Verletzungen und die ein oder andere Disziplinlosigkeit führten dann zu lediglich 16 Bundesliga-Einsätzen für die Knappen. Auch wenn er in der vergangenen Saison wieder deutlich mehr spielte, zählt auch er zu einem der Hauptverlierer der letzten Katastrophen-Saison der Schalker.

Nun soll für ihn Schluss sein auf Gelsenkirchen. Wie die stets gut informierte "Deichstube" meldet, sei man mit den Gesprächen sehr weit, der Wechsel an die Weser steht demnach wohl kurz bevor. Nach einer Leistenoperation in Juni befindet sich der in Lille geborene Noch-Schalker in seiner französischen Heimat, um sich dort seinem Reha-Programm zu widmen.

Der Transfer des 35-fachen algerischen Nationalspielers würde die Flexibilität im Zentrum der Bremer deutlich erhöhen. Bentaleb ist sowohl in der Lage auf der Sechs, der Acht und auch auf der Zehn zu agieren, könnte gerade mit Maximilian Eggestein und Davy Klaasen im Kohlfeldt-Mittelfeld besonders gut harmonieren.

Trainer Kohfeldt hätte wohl die Qual der Wahl. Neben Eigengewächs Maxi Eggestein (22) und dem Dänen Klaassen (26) befindet sich auch noch Ex-Dortmunder Nuri Şahin (30) im Zentrum der Grün-Weißen.

Nabil Bentaleb - Zwischen Genie und Heißsporn

Bruder Leichtfuß und der Knurrer von Kerkrade - es war schwierig mit Bentaleb und Stevens.
Bruder Leichtfuß und der Knurrer von Kerkrade - es war schwierig mit Bentaleb und Stevens.  © Timm Schamberger/dpa

Schalkes Lizenzspieler-Koordinator und ehemaliger Profi, Sascha Riether, sagte jüngst in der "WAZ", dass "Nabil Bentaleb ein super Kicker ist. Deswegen wird es sicher für ihn einen Markt geben, wenn der Zeitdruck mit dem Schließen des Transferfensters da ist".

Bentaleb käme mit der Erfahrung von 73 Bundesliga- und 46 Premier-League-Partien. Mit insgesamt 27 Spielen in Champions- und Europa League verfügt er zusätzlich über reichlich internationale Erfahrung.

Jedoch gilt der Algerier auch gleichermaßen als Diva auf der einen und harter Hund auf der anderen Seite. So holt sich der Heißsporn doch auch gerne mal einen gelben Karton ab und sorgt abseits des Platzes hier und da mal für Undiszipliniertheiten.

So suspendierte beispielsweise Schalke-Legende Huub Stevens den Dickkopf Bentaleb im März und strafversetzte ihn in die U23 der Knappen. Nichtsdestotrotz gilt er weiterhin als hochveranlagter Kicker, ist mit 24 Jahren in einem Top-Alter.

Wenn ihn Florian Kohfeldt richtig zu handlen weiß, wird er Bremen definitiv weiterhelfen können. Auch Ex-Bremer und -Schalker Naldo (36) betonte dies: "Ich schätze Nabil wirklich sehr", wenngleich er aber auch weiß, dass "auch Nabil Fehler gemacht hat. Aber er braucht nun einmal unbedingt das Vertrauen des Vereins, des Trainers und der Mannschaft".

Nachdem Schalke wohl eigentlich auf einen Offerte aus der Premier-League gehofft hatte, muss man sich jedoch nach Schließung des Transferfensters auf der Insel wohl oder übel mit einer kleiner Ablöse anfreunden, wenn man Bentaleb bis zum 2. September noch loswerden will um das üppige Gehalt von acht Millionen Euro einsparen zu können.

Bentaleb zieht nach drei Jahren in Königsblau wohl bald an die Weser.
Bentaleb zieht nach drei Jahren in Königsblau wohl bald an die Weser.  © Rolf Vennenbernd/dpa

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