Instagram-Schönheit in "Schattenmoor" verschwunden: TV und Web suchen Ann-Sophie

Unterföhring - Auf ihrem Instagram-Account zeigt sich "Queen" Ann-Sophie selbstbewusst. Stark. Dominant. Doch das ist sie wohl nicht mehr. Denn von ihr fehlt jede Spur.

Steht Emma im Zentrum einer mysteriösen Verschwörung? Der blutrote Countdown läuft.
Steht Emma im Zentrum einer mysteriösen Verschwörung? Der blutrote Countdown läuft.  © ProSieben

Die Eröffnungssequenz der ersten Folge des Mystery-Thrillers auf www.schattenmoor.de zeigt die junge Frau auf der Flucht durch den Wald. Und es wird schnell klar, dass sie nicht vor einer Situation wegläuft - sondern vor einer Person.

In der Hand hält sie eine kleine Kamera. Kein Handy - eine Kamera. Als sie sich den Kopf stößt, wechselt die Optik für den Zuschauer in die sogenannte "Found Footage"-Ansicht, also man sieht die letzten Bilder, die ihr Camcorder aufgezeichnet hat.

Die Linse ist auf sie gerichtet, während sie benommen im Laub liegt und eine dunkle Gestalt sich nähert. Als sie leise "Es tut mir leid" sagt, wird die Kamera ausgeschaltet.

Das ist vorerst alles, was wir über Ann-Sophie als Zuschauer an Informationen bekommen. Anschließend setzt die Web-Serie ein paar Tage später an. Oder - ist "Web-Serie" überhaupt die richtige Bezeichnung?

Denn "Schattenmoor" ist im Grunde ein fertiger Film, der in voller Länge am Mittwoch, 11. Dezember, auf ProSieben laufen wird. Doch wer den "Blockbuster made by ProSieben" lieber als Serien-Event erleben möchte, kann das eben bereits jetzt schon häppchenweise online machen.

"Der Mystery-Thriller wird seit 1. Dezember in täglich neuen Episoden online veröffentlicht. Acht Teile. Acht Tage. Keine Auflösung. Am 11. Dezember zeigt ProSieben den kompletten Film samt spektakulärem Finale um 20.15 Uhr", heißt es in einer Pressemitteilung.

Zuschauer können versuchen, Ann-Sophies Handy zu knacken

Einer der wenigen Vertrauten von Emma (Caroline Hartig, r.) ist ihr Mitschüler Leon (David Hugo Schmitz, l.).
Einer der wenigen Vertrauten von Emma (Caroline Hartig, r.) ist ihr Mitschüler Leon (David Hugo Schmitz, l.).

Der Unterföhringer Privatsender wagt damit in mehrfacher Hinsicht ein Experiment.

Sie versuchen, eine Eigenproduktion online - trotz des "Binge-Watching"-Trends, bei dem man alle Folgen einer Staffel am Stück ansieht - als tägliche Serie zu zeigen.

Das Ende lassen sie offen, zeigen es jedoch in der Film-Fassung, wo dann der Serien-Fan die komplette Geschichte noch einmal serviert bekommt.

Außenrum wurde eine popkulturelles Online-Welt gebastelt.

Man kann auf der Serien-Website versuchen, Ann-Sophies Handy zu knacken, um ihre Nachrichten zu lesen oder auf dem Instagram-Profil des fiktiven Charakters Likes und Kommentare hinterlassen.

Zudem setzt der seit sieben Jahren erste eigenproduzierte ProSieben-Spielfilm nicht auf große Namen, sondern gibt jungen Talenten eine Chance, sich zu beweisen.

Hauptdarstellerin ist Caroline Hartig. Sie spielt die verschwundene Ann-Sophie. Und sie spielt die neue Schülerin Emma Müller - das optische Ebenbild aber charakterliche Gegenteil der vermissten Schülerin.

Doch auch für Emma läuft ein blutroter Countdown. Was bedeutet der? Woher kommen die Schlangen im Schrank und warum verschwindet das plötzliche Blut im Waschbecken, nachdem sie es anderen zeigen will? Verschwörung? Spuk? Gänsehaut-Fans werden mit dem Setting von "Schattenmoor", das sich irgendwo zwischen Abgeschiedenheit und moderner Web-Kultur einpendelt, sicher schnell anfreunden können.

Titelfoto: ProSieben

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