Mutter wählt den Notruf, doch der Rettungsdienst glaubt ihr nicht, dass es ernst ist!

Berlin - Falsche Einschätzung: Weil der Berliner Rettungsdienst einer Mutter nicht glaubte, wäre ihr Sohn fast gestorben!

Die besorgte Mutter fand beim Notruf anscheinen kaum Verständnis und Unterstützung. (Symbolfoto)
Die besorgte Mutter fand beim Notruf anscheinen kaum Verständnis und Unterstützung. (Symbolfoto)

Weil ihr 19-jähriger Sohn nicht mit seiner Mutter sprach und auch nicht duschen gehen wollte, rief die Frau die Feuerwehr an. Der Rettungsdienst hielt das für einen unnötigen Scherzanruf.

Fälschlicherweise, wie sich nun herausstellte!

Denn der Sohn litt an einer Schilddrüsenüberfunktion, was unbehandelt bedeutet: akute Lebensgefahr. Zunächst berichtete die "BZ" über den Vorfall.

Zwar soll die Zentrale durchaus einen Rettungswagen zu der Familie nach Steglitz geschickt haben, allerdings hätte der den kranken Mann nicht mitgenommen. Erst einen Tag später habe die Mutter den sozialpsychiatrischen Dienst alarmiert. Der habe ihn schließlich in ein Krankenhaus eingewiesen.

Inzwischen ist der Erkrankte dort seit elf Tagen auf der Intensivstation!

Nach Berichten der "Bz" werde der aufgezeichnete Notruf nun geprüft, auch rechtliche Schritte würden nicht ausgeschlossen. Der Anruf sei laut einem hochrangigen Feuerwehrmann "unter aller Sau" gewesen.

Auch der Behörden-Sprecher Frédéric Finner zeigt sich gegenüber der "BZ" erschüttert über die Behandlung der besorgten Mutter: "Die Kommunikation im Notrufgespräch entspricht nicht dem Leitbild der Berliner Feuerwehr. Dies haben wir zum Anlass genommen und der betroffenen Familie unser Bedauern ausgedrückt."

Inzwischen liegt der Erkrankte wohl schon elf Tage auf der Intensivstation. (Symbolfoto)
Inzwischen liegt der Erkrankte wohl schon elf Tage auf der Intensivstation. (Symbolfoto)  © 123RF

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