Wetterbeobachter auf dem Brocken stellen Arbeit ein

Schierke - Die Wetterbeobachter auf dem Brocken stellen zum Jahreswechsel ihre Arbeit ein. Auf dem 1141 Meter hohen Harzgipfel übernimmt dann automatische Messtechnik.

Wetterbeobachter Michael Wellmann liest auf dem Dach der Wetterwarte Brocken den Sonnenscheinautographen ab.
Wetterbeobachter Michael Wellmann liest auf dem Dach der Wetterwarte Brocken den Sonnenscheinautographen ab.  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Menschliche Augen und Hände sind bis Ende November 2020 noch für die Radioaktivitätsmessung nötig, teilte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mit.

Auf diversen deutschen Gipfeln hat die Technik schon Wetterbeobachter ersetzt: 2014 auf dem Feldberg im Schwarzwald, im Juni 2018 auf der Zugspitze und zum Jahresbeginn 2019 auf dem Fichtelberg. "Die Aufgaben des nationalen Wetterdienstes wachsen weiter, die vorhandenen Personalressourcen aber nicht", hieß es.

Schritt für Schritt werde das Messnetz automatisiert, gut 160 von 182 hauptamtlichen DWD-Stationen liefen schon vollautomatisch.

Auf dem Brocken hat es laut Stationsleiter Marc Kinkeldey seit 1836 Wetterbeobachter gegeben, die unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Niederschlag gemessen haben. Nach und nach ist mehr Technik zum Einsatz gekommen.

Die Daten gehören bis heute zu den Grundlagen für Wettervorhersagen, neben Erkenntnissen von Wettersatelliten, Wetterradar und Wetterballonaufstiegen.

Marc Kinkeldey, Wetterbeobachter und Wetterdiensttechniker des Deutschen Wetterdienstes auf dem Brocken, misst die Niederschlagsmenge der vergangenen Stunden, die Null beträgt.
Marc Kinkeldey, Wetterbeobachter und Wetterdiensttechniker des Deutschen Wetterdienstes auf dem Brocken, misst die Niederschlagsmenge der vergangenen Stunden, die Null beträgt.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

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