42-Jähriger bei Schießerei am Tempodrom getötet, weil er schlichten wollte?

Berlin - Was für ein tragischer Verdacht! Der 42-Jährige, welcher am vergangenen Freitag bei der Schießerei vorm Berliner Tempodrom sein Leben verlor, soll rein gar nichts mit der Auseinandersetzung zu tun gehabt haben.

Am Berliner Tempodrom hat es am vergangenen Freitag eine tödliche Schießerei gegeben.
Am Berliner Tempodrom hat es am vergangenen Freitag eine tödliche Schießerei gegeben.  © dpa/Paul Zinken

Während in der Veranstaltungshalle am Freitagabend noch eine türkische Comedyshow lief, waren kurz vor 23 Uhr die Schüsse gefallen. Vier türkischstämmige Männer im Alter zwischen 28 und 52 Jahren wurden durch Schüsse verletzt, einer davon schwer. Ein Mann verstarb an einem Schuss in den Oberkörper.

Wie Bild berichtet, handelt es sich bei dem Toten um den gebürtigen Türken Cüneytin F. "Er war wegen der Show da, hatte einen Freund begleitet", so ein Cousin gegenüber der Zeitung. "Cüneytin war der friedfertigste Mensch, den ich kannte."

Jedoch soll der 42-Jährige versucht haben, den ausgebrochenen Streit zwischen zwei Familien - mutmaßlich türkischer und kurdischer Abstammung - zu schlichten.

Dabei soll Cüneytin F. von dem Schuss getroffen und getötet worden sein. Er soll am Donnerstag auf dem Friedhof der Neuköllner Sehitlik-Moschee beigesetzt werden.

Update, 10.50 Uhr:

Nach der tödlichen Schießerei vor dem Berliner Tempodrom hat die Kriminalpolizei einen ersten Verdächtigen ermittelt. Der 48-Jährige gehört zu den Männern, die am Freitagabend durch Schüsse verletzt wurden, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte.

Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Zu weiteren Beteiligten wird noch ermittelt.

Die Polizei ermittelt noch zu den Hintergründen.
Die Polizei ermittelt noch zu den Hintergründen.  © dpa/Paul Zinken

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