Schweres Schiffsunglück vor Rügen: Waren die Kapitäne Schuld?

Sassnitz - Wenige Seemeilen vor der Insel Rügen kam es am Dienstagmorgen zu einem schweren Schiffsunglück. 15 Menschen wurden dabei verletzt. Wie es zu dem Unglück kam. ist weiterhin unklar. Nun beginnt die Ursachensuche.

Der Schaden am Schiff ist gut zu erkennen.
Der Schaden am Schiff ist gut zu erkennen.  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Der Verdacht fällt auf die Kapitäne. Gegen die Kapitäne beider Schiffe seien Ermittlungen wegen des Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs aufgenommen worden, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Mittwoch.

Der Windparkversorger "World Bora" und der Frachter "Raba" seien am Dienstag beide mit hoher Geschwindigkeit zusammengestoßen. "Das ist schon untypisch", sagte der Sprecher.

Die "World Bora" sei frontal in die Steuerbordseite des Frachters "Raba" gefahren. Die Verletzten - vier Crewmitglieder und elf Arbeiter - waren laut Polizei alle an Bord des 31 Meter langen und unter dänischer Flagge fahrenden Windparkversorgers "World Bora".

Während am Dienstag noch von zehn Schwerverletzten die Rede war, hat sich die Zahl am Tag danach relativiert. Demnach wurden am Mittwoch noch fünf Personen mit schweren Verletzungen in Kliniken behandelt, zehn trugen leichtere Verletzungen davon, sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle am Mittwoch.

Die Verletzten stammen den Angaben zufolge neben Deutschland aus Litauen, Spanien, Rumänien, den Philippinen und Dänemark. Die Seeleute der "Raba" blieben unverletzt.

Die "World Bora" konnte noch aus eigener Kraft den Hafen in Sassnitz ansteuern.
Die "World Bora" konnte noch aus eigener Kraft den Hafen in Sassnitz ansteuern.  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

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