3D-Brille macht die "Pille davor" überflüssig

Eine Traumwelt in 3D lenkt die Patienten ab von ihren Ängsten - so zumindest der Plan.
Eine Traumwelt in 3D lenkt die Patienten ab von ihren Ängsten - so zumindest der Plan.  © 123RF

Schkeuditz - Als erstes sächsisches Krankenhaus testet die Helios-Klinik in Schkeuditz gerade ein System, um Patienten vor der Operation die Ängste zu nehmen.

Mit 3D-Videobrille und Surround-Kopfhörern zum Entspannen kommen die meisten stressfrei auf den OP-Tisch.

Das in der Branche gern "Leck mich am A..."-Pille genannte Medikament wird damit überflüssig.

Anästhesie-Professor Henrik Rüffert:

"Mit dieser Brille werden viele so gut von den teils unangenehmen Maßnahmen der OP-Vorbereitung abgelenkt, dass wir weitestgehend auf medikamentöse Beruhigungsmittel verzichten können."

Anästhesie-Chefarzt Prof. Henrik Rüffert legt einer Patientin die "Happymed-Brille" an.
Anästhesie-Chefarzt Prof. Henrik Rüffert legt einer Patientin die "Happymed-Brille" an.

Und damit entfallen eben auch die einhergehenden Nebenwirkungen.

Der Chefarzt: "Das sind gerade bei älteren Menschen Verwirrtheits- und Unruhezustände, die vermehrt nach der Operation auftreten können."

Seit dieser Woche sind in Schkeuditz drei dieser Systeme im Einsatz - vornehmlich bei der Narkosevorbereitung, aber auch während einer OP mit lokaler Betäubung. Für die 3D-Inhalte steckt ein breites Angebot in der Media-Box: Dokumentationen, Konzerte, Komödien oder auch Reisen.

Besonders beliebt sind die Flüge über Landschaften wie Dschungel, Wüsten oder Canyons.

Wenn man dann noch die sphärischen Klänge hört, ist die OP fast ein Vergnügen...

Infos: happymed.org


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