Schlaf als Erfolgsfaktor? Diese Schlafgewohnheiten sind kontraproduktiv

Deutschland - Wer ausgeschlafen zur Arbeit erscheint, ist produktiv. Soweit ist diese Aussage noch keine bahnbrechende Neuigkeit. Allerdings gibt es laut der Redaktion von karrierebibel.de durchaus Schlafgewohnheiten, die den beruflichen Erfolg behindern sollen.

Mindestens sechs Prozent der Deutschen bleibt der berufliche Erfolg also allein schon deswegen verwehrt, weil sie unter Einschlaf- und Durchschlafstörungen leiden. Welche Schlafgewohnheiten darüber hinaus positiv und negativ zu bewerten sind, ist Thema in diesem Beitrag.

Nach einer Partynacht auf der Couch einzuschlafen, ist ab und an erlaubt, sollte aber nicht zur Regelmäßigkeit werden. Eine gute Schlafstruktur mit festen Schlafzeiten und -längen hilft nämlich dabei, ausgeruhter und fitter zu sein.
Nach einer Partynacht auf der Couch einzuschlafen, ist ab und an erlaubt, sollte aber nicht zur Regelmäßigkeit werden. Eine gute Schlafstruktur mit festen Schlafzeiten und -längen hilft nämlich dabei, ausgeruhter und fitter zu sein.  © pixabay.com

Tipp 1: Mehr Kreativität dank einer Schlafstruktur

Strukturen geben Halt und helfen dem Menschen, sich zu orientieren. Auch beim Schlafen stimmt diese doch so allgemein gehaltene Aussage.

Das heißt im Umkehrschluss: Unstrukturierte Schlafenszeiten sind Gift für den menschlichen Körper. Wer eine Nacht durcharbeitet, feiert oder einfach nur mit Computerspielen zubringt, um tags darauf schon vor der Tagesschau ins Bett zu gehen, der wirbelt seinen Schlafrhythmus ganz gehörig durcheinander.

Besser ist es hingegen, einem Schlafrhythmus zu folgen, der sich der eigenen, inneren Uhr anpasst. Einen Test, der zeigen soll, ob man dem Chronotypen der frühaufstehenden Lerche oder der nachtschwärmenden Eule angehört, hält das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund unter ifado.de bereit.

Ebenfalls zur Schlafstruktur gehört neben dem annähernd gleichen Einschlaf-Zeitpunkt auch die Schlafdauer. Das heißt: Zu wenig Schlaf ist ebenso kontraproduktiv wie zu viel Schlaf.

Sowohl zu kurze als auch zu lange Schlafphasen können nicht nur den beruflichen Erfolg schmälern, sondern sogar Krankheiten begünstigen. Deswegen gilt: Sieben bis acht Stunden sind das Schlafvolumen, das einem erwachsenen Menschen (im Durchschnitt) gut tut.

Alkohol trinken und dann ins Bett gehen!? Das ist keine gute Idee. Zwar verringert sich die Einschlafzeit, allerdings wird die Tiefschlafphase deutlich ihrer Qualität beraubt.
Alkohol trinken und dann ins Bett gehen!? Das ist keine gute Idee. Zwar verringert sich die Einschlafzeit, allerdings wird die Tiefschlafphase deutlich ihrer Qualität beraubt.  © pixabay.com

Tipp 2: Kein Alkohol und kein Sport direkt vom den Schlafengehen

Es sind vermutlich die zwei am weitesten verbreiteten Mythen, die es rund um die Schlafgewohnheiten von Menschen gibt: Dass Alkohol beim Einschlafen helfen soll und, dass es helfen soll, sich direkt vor dem Einschlafen richtig auszupowern.

Vielmehr muss das Einschlafmittel Alkohol viel differenzierter betrachtet werden, denn: Richtig ist, dass Alkohol das Einschlafverhalten optimiert, was bedeutet, dass man meist schneller einschläft, wenn man Alkohol getrunken hat.

Allerdings fällt die wichtige Tiefschlafphase deutlich weniger entspannend aus – egal in welchem Traumbett geschlummert wird. Mit Alkohol im Blut schnarcht der Mensch und die Atmung ist schlecht. So kann keiner am nächsten Tag kreativ und effizient arbeiten.

Mit dem sportlichen Auspowern direkt vor dem Schlafengehen hat es im Übrigen etwas anderes auf sich: Der Adrenalinspiegel nach dem Sport ist meist so hoch, dass ein rasches Einschlafen unmöglich ist. Mit ein bis zwei Stunden Abstand zum Workout ist Sport allerdings erlaubt.

 Entspannung ist in diesem Raum nur schwer möglich, zu groß ist das Repertoire an Technik, das sich direkt neben dem Bett befindet. Für erholsame Nächte sorgt dieses Übermaß an Technik keineswegs.
Entspannung ist in diesem Raum nur schwer möglich, zu groß ist das Repertoire an Technik, das sich direkt neben dem Bett befindet. Für erholsame Nächte sorgt dieses Übermaß an Technik keineswegs.  © pixabay.com

Tipp 3: Die richtige Schlafumgebung

Auch die richtige Schlafumgebung ist wichtig. Dazu gehört zum einen, dass der Raum mit möglichst wenig Technik ausgestattet sein sollte.

Denn ein erfüllter Tag sollte weder mit Medienkonsum ausklingen, noch sich bis in den Schlafmodus durchziehen. Das heißt: Fernsehen im Bett sollte ebenso tabu sein wie Handyspielen.

Am besten ist der Schlaf, wenn technische Geräte nicht genutzt werden und idealerweise erst gar nicht im Schlafzimmer residieren können. Raus mit Fernseher, Handy und Co. – und rein in die entspannte Schlummerwelt fernab vom Medienkonsum.

Umstritten sind in diesem Zusammenhang vor allem Fitnessarmbänder, denn sie spalten die Schlaf- und Technikfreunde oder stürzen sie zumindest in ein Entscheidungsdilemma: Einerseits soll die Technik aus dem Schlafzimmer verbannt werden, andererseits jedoch bleibt der Fitness-Tracker am Handgelenk, um zu dokumentieren, ob die Maßnahmen zum Besserschlafen auch greifen.

Wie kontraproduktiv Fitness-Tracker am Handgelenk mit Blick auf die Schlafqualität de facto sind, konnte noch nicht ausreichend nachgewiesen werden. Ein Kompromiss wäre sicherlich, den Tracker zu tragen, um Veränderungen am Schlafverhalten auch dokumentieren zu können.

Stellt sich dann ein erholsamer Schlaf samt beruflichem Erfolg ein, kann nachts gut und gerne auf das Armband verzichtet werden.

Zur richtigen Schlafumgebung gehört aber auch das richtige Bett: Wie bei betten.de zu sehen, gibt es die unterschiedlichsten Betten, wie beispielsweise Boxspringbetten oder Polsterbetten. Hier sollte jeder für sich herausfinden, welches er für sich am bequemsten findet.

Hierzu gehört natürlich auch die Wahl der richtigen Matratze. Diese sollte weder zu weich noch zu hart sein und sich dem Rücken des Benutzers optimal anpassen.

Tipp 4: Pläne zu machen ist kein Gift, sondern gibt Sicherheit

Abzuschalten, um ins Land der Träume zu gelangen, ist sinnvoll und wichtig, allerdings ist das Schmieden von Tagesplänen keineswegs so schlimm, wie immer berichtet wird.

Ganz im Gegenteil: Wer einmal strukturiert die Aufgaben des nahenden Tages gedanklich durchgeht, der startet in eben diesen Tag mit Plan, Motivation und Struktur. Das wirkt sich positiv auf das Leistungsvermögen auf.

Nicht minder wichtig ist übrigens die Reflexion des vergangenen Tages. Aber Achtung: Sowohl die To-do-Liste des verstrichenen Tages als auch die Aufgaben des kommenden Tages sollten machbar sein.

Sonst werden Reflexion und Vorbereitung zum Damoklesschwert, das Panik macht – nämlich dann, wenn absehbar die anstehenden Aufgaben nicht zu stemmen sind.


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