Wie man sich bettet... Welche Schlafgelegenheiten sind in Deutschland gängig?

Deutschland - Schlaf ist unheimlich wichtig und für die meisten bedeutet das, sich zu gegebener Zeit in ein Bett zu legen. Doch ist Bett nicht gleich Bett und wer sich auf die Suche macht, das Schlafzimmer neu einzurichten, der hat automatisch viel Auswahl.

Betten gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Varianten, teils passend für die kleinsten Räume, teils so groß, dass das Bett als Liegewiese gelten kann. Da fällt die Auswahl nicht unbedingt leicht, weshalb sich dieser Artikel einmal mit den Formen und Varianten auseinandersetzt und ihre Vor- und Nachteile erklärt.

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Bettgestell mit Matratze

Das ist der absolute Klassiker, der wohl in einer Vielzahl der Schlafzimmer steht. Diese Variante ist unendlich wandelbar, weshalb sie in Kinderzimmern, Studentenzimmern, in Jugendherbergen, Hotels und natürlich in Schlafzimmern genutzt wird. Die Vor- und Nachteile im Überblick:

Vorteile:

  • Für jede Altersstufe - die Betten bestehen aus einem Gestell, dem auflegbaren Lattenrost und der Matratze. So sind sie natürlich in allen Größen und Breiten erhältlich und können vom Babybett bis hin zum Bett für Erwachsene erworben werden.
  • Varianten - aufgrund des Aufbaus aus Gestell, Lattenrost und Matratze bietet sich diese Variante für alle möglichen Formen an. Hochbetten stellen beispielsweise nichts anderes als ein Bettgestell mit Matratze dar, wie auch Futonbetten.
  • Materialien - die eigentliche Auswahl bezieht sich stets auf das Bettgestell. Dieses kann aus Holz oder Metall, aber auch aus Kunststoff sein. Etliche Bettmodelle besitzen ein erhöhtes Gestell, sodass unterhalb des Lattenrostes noch Schubkästen eingearbeitet werden können.
  • Zusammenstellbar - ein solches Bett kann vollends nach den eigenen Wünschen zusammengestellt werden. Vielfach ist es möglich, alle drei Bettbestandteile einzeln und bei unterschiedlichen Händlern zu kaufen. Wer in den Kleinanzeigen ein Bettgestell sieht, braucht nur noch eigenständig nach Lattenrosten und der Matratze zu schauen - schon ist das Bett fertig.
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Nachteile:

  • Qualität - die Qualität kann bei sehr günstigen Modellen durchaus leiden. Zudem gibt es viele Bettgestelle mit Rollrosten, also einem Lattenrost, der keinerlei unterschiedliche Zonen besitzt. Zumeist hängt eine schlechtere Qualität jedoch vom Käufer selbst ab: Da die Betten oft sehr günstig zu haben sind, scheuen Käufer den Aufpreis eines guten Lattenrostes oder einer guten Matratze.
  • Aufbau - die Betten müssen - sofern sie keine Naturholzmassivbetten sind - selbst aufgebaut werden. Das liegt nicht jedem und wer hier einen Fehler macht, kann durchaus ein instabiles Bett erhalten.
  • Quietschen - gerade bei Metallgestellen kommt es oft zu nächtlichen Geräuschen. Je nach Betätigung im Bett stört das Quietschen massiv.

Bei dieser Bettform gilt eigentlich, dass die Qualität von einem selbst bestimmt wird. Wer ein Bett inklusive Rost und Matratze für 200,00 Euro wünscht, kann keine Spitzenqualität erwarten.

Futonbetten

Futonbetten sind ebenfalls Bettgestelle mit Lattenrost und Matratze, nur orientieren sie sich an traditionell japanischen Schlafplätzen. Da wir in Deutschland jedoch höchstens beim Zelten auf dem Boden schlafen, ist das klassische Futonbett ein wenig erhöht und steht auf niedrigen Standbeinen.

Vorteile:

  • Optik - Futonbetten besitzen eine sehr attraktive Optik. Je nach Größe erinnert das Bett an eine Liegewiese, auf die man sich einfach fallen lassen will.
  • Varianten - ob das Bett von einem breiten Rand umgeben wird oder ob die Matratze nur von einem schmalen Rahmen an Ort und Stelle gehalten wird - Futonbetten unterscheiden sich durchaus. Auch gibt es die Gestelle aus verschiedenen Materialien.
  • Zusammenstellbar - hier gilt wieder: Der Lattenrost und die Matratze können frei gewählt werden.

Nachteile:

  • Platzbedarf - gerade bei Betten ab 1,40 Meter Breite nimmt das Bett ungemein Platz weg. Da es keinen Stauraum unterhalb des Bettes gibt, eignet es sich kaum für kleine Zimmer oder kleine Wohnungen.
  • Nicht altersgerecht - in jungen Jahren ist ein Futonbett wunderbar. Für ältere Menschen ist die tiefe Liegefläche oftmals jedoch höchst ungeeignet, da das Hinlegen und Aufstehen deutlich erschwert werden.
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Boxspringbetten

Boxspringbetten kommen ursprünglich aus den USA und wurden über viele Jahre in Deutschland in Hotels eingesetzt. Sie gelten als ungemein strapazierfähig und haltbar, weshalb der Hoteleinsatz verständlich ist. Im Überblick:

Vorteile:

  • Optik - die Optik ist hervorragend. Ein Boxspringbett wirkt schlichtweg majestätisch, gerade, wenn es sich um ein Modell mit Leder und hochwertigem Kopfteil handelt. Die Größe der Betten kann übrigens variieren - hier ist von 1,00 Meter Breite bis zum riesigen Bett mit einer Breite von über 2,00 Metern alles drin.
  • Stützung - durch die doppelte Matratze - Box und Auflage - kann das Bett perfekt auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt werden. Verschiedene Varianten gibt es beispielsweise hier zu sehen.
  • Robustheit - Boxspringbetten sind robust und halten über viele Jahre.

Nachteile:

  • »Falsche« Betten - oftmals werden falsche Boxspringbetten angeboten. Bei ihnen besteht der Unterbau nicht aus einem Federkern, sondern aus einer bloßen Box mit Spanplatte, auf der schließlich die Matratze liegt. Käufer sollten also genau hinschauen und lieber tiefer in die Tasche greifen.
  • Preis - gute und richtige Boxspringbetten haben ihren Preis. Dafür können Kunden sie von der Box bis zum Topper zusammenstellen.

Wasserbetten

Bei Wasserbetten gibt es weder ein Lattenrost, noch eine Matratze, dafür ist die Unterlage mit Wasser gefüllt.

Vorteile:

  • Gewichtsverteilung - das Gewicht wird perfekt verteilt, der Schläfer »schwebt« quasi im Bett.
  • Optik - Wasserbetten wirken luxuriös und attraktiv.

Nachteile:

  • Kosten - ein Wasserbett kostet - und das ständig. Das Wasser muss beheizt werden, zudem sind regelmäßige professionelle Reinigungen nötig.
  • Sicherheit - das Bett ist mit Wasser gefüllt. Zwar ist die Hülle sehr robust, dennoch kann es zu einem Wasserschaden kommen. In etlichen Mietwohnungen sind Wasserbetten deshalb nicht erwünscht.

Fazit - es gibt für jeden das richtige Bett

Letztendlich gibt es kein Bett, von dem vollständig abgeraten werden kann - aber ebenso keines, das sich für jeden eignet. Vielfach kommt es auf die Zusammenstellung des eigentlichen Bettes an.

Ein gebrauchtes Bettgestell für 10,00 Euro kann für einen perfekt sein, wenn nur der richtige Lattenrost mit der passenden Matratze geholt wird. Für andere hingegen ist ein auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmtes Boxspringbett ideal.

Aber ist das nicht das Schöne? Mit ein wenig Mühe kann jeder seine eigene »Wolke 7« finden.