Großrazzia in Berlin: Schlag gegen internationale Waffenschmuggler-Bande

Berlin - Die Polizei in Berlin und Brandenburg ist am Donnerstagmorgen gegen eine internationale Waffenschmuggler-Bande vorgegangen.

Polizisten durchsuchen Sperrmüll bei einer Razzia in Berlin-Spandau.
Polizisten durchsuchen Sperrmüll bei einer Razzia in Berlin-Spandau.  © DPA

Wie eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte, werden vom Spezialeinsatzkommando (SEK) seit 6.00 Uhr Wohnungen und Lokale in Berlin und Brandenburg durchsucht, unter anderem in Berlin-Spandau. Auch in Brandenburg würden einige Objekte durchsucht.

Nach Angaben der Berliner Generalstaatsanwaltschaft wurden zwei Haftbefehle vollstreckt. Betroffen seien über 20 Objekte.

Ermittelt werde gegen über zehn Beschuldigte wegen Schmuggels und Weiterverkaufs umgebauter Pistolen aus der Slowakei.

Laut "Welt"-Bericht geht es um mehr als 700 Waffen, die nach Berlin und ins Umland gelangen sollten. Rund 30 Objekte werden durchsucht. Wegen der Gefährlichkeit der Bande sei fast das komplette Berliner SEK im Einsatz. Es werde von Kollegen des SEK in Brandenburg unterstützt.

Nach Angaben der Zeitung laufen die Ermittlungen seit mehr als eineinhalb Jahren. Im Visier: eine Organisation, die im großen Stil Waffen von Tschechien nach Berlin schmuggelt.

Update, 10.29 Uhr:

Mit einer großen Razzia ist die Polizei in Berlin und Brandenburg gegen eine internationale Waffenschmuggler-Bande vorgegangen.

Seit dem frühen Donnerstagmorgen wurden 26 Wohnungen und Kneipen in der Hauptstadt und der Umgebung durchsucht, wie eine Polizeisprecherin sagte. Vier Menschen wurden verhaftet.

Insgesamt gibt es zehn Verdächtige. Sie sollen umgebaute Pistolen aus der Slowakei eingeschmuggelt und verkauft haben.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprach von langwierigen Ermittlungen und hartnäckiger Arbeit der Kripo gegen die Waffenschieber: "Wir sagen nicht ohne Grund, dass wir bei all der öffentlichen Diskussion um die organisierte Kriminalität eben nicht nur arabische Clans auf dem Schirm haben dürfen. Der Fall zeigt deutlich, dass es multikulturelle Netzwerke gibt, die über Landesgrenzen hinweg agieren und für Schwerstkriminalität in unserer Stadt verantwortlich sind."

Ein Polizeiwagen steht vor einem durchsuchten Objekt in Berlin Spandau.
Ein Polizeiwagen steht vor einem durchsuchten Objekt in Berlin Spandau.  © DPA

Titelfoto: DPA

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