Schlagermove kann kommen! Doch es soll sich einiges ändern

Hamburg - Nach dem Hin und Her um den Hamburger Schlagermove hat die Bezirksversammlung in Hamburg-Mitte jetzt grünes Licht für die Großveranstaltung gegeben. Die Auflagen wurden allerdings verschärft.

Besucher tanzen während des Schlagermoves 2018 auf einem Lastwagen und feiern zur Musik.
Besucher tanzen während des Schlagermoves 2018 auf einem Lastwagen und feiern zur Musik.  © DPA

In den vergangenen Jahren hatte es immer mehr Beschwerden von Bewohnern über die Belastung St. Paulis durch den Schlagermove gegeben (TAG24 berichtete). Die Veranstaltung stand zunächst auf der Kippe.

Die neuen verschärften Auflagen betreffen nun beispielsweise Sperrungen von Parks, die Zahl der Ordner, Kontrollen von Wildpinklern oder die Beseitigung von Müll, wie der SPD-Fraktionsvorsitzende Tobias Piekatz am Mittwoch zu der Entscheidung vom Dienstagabend sagte.

Am 13. Juli werde der Umzug, an dem in vergangenen Jahren bis zu 500.000 Schlager-Fans teilnahmen, wieder vom Heiligengeistfeld starten und enden können.

Die Diskussion, ob der Schlagermove ab 2020 eventuell in einen anderen Stadtteil verlagert wird, ist damit aber noch nicht vom Tisch: "Wir müssen jedes Jahr einen Kompromiss finden", betonte Piekatz.

Der grüne Koalitionspartner pocht darauf, dass weiterhin mögliche Alternativrouten ab 2020 gesucht und geprüft werden - auch wenn es schwer sei, einen anderen, geeigneten Ort zu finden. Die nun erteilte Zustimmung für dieses Jahr sei auch eine "Bewährungsprobe" für den Veranstalter, sagte Grünen-Fraktionschef Michael Osterburg.

Neben einem reinen Rundkurs um das Heiligengeistfeld, einer Umrundung der Binnenalster oder des Michels nebst Portugiesenviertel hatte der Cityausschuss der Bezirksversammlung im Januar auch über eine Verlagerung zum Großmarktgelände diskutiert (TAG24 berichtete).

In allen vier Fällen kam der Veranstalter Hossa-Hossa zu dem Schluss, dass die Routen schon aus organisatorischen und Sicherheitsgründen ungeeignet seien. Diese Einschätzung wurde größtenteils auch von Experten der Polizei und Feuerwehr geteilt.

Für viele Anwohner sind die Menschenmassen aber auch eine große Belastung.
Für viele Anwohner sind die Menschenmassen aber auch eine große Belastung.  © DPA

Titelfoto: DPA

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