Schlammschlacht um Prince-Gedenkkonzert

Stevie Wonder trat beim "Prince Tribute Concert" im Xcel Energy Center am 13. Oktober 2016 St. Paul auf.
Stevie Wonder trat beim "Prince Tribute Concert" im Xcel Energy Center am 13. Oktober 2016 St. Paul auf.

New York/Saint Paul/USA - Es geht um Geld... Mitte Oktober 2016 - und damit rund sechs Monate nach dem Tod des charismatischen Pop-Stars Prince - fand in Minnesota ein Gedenkkonzert zu seinen Ehren statt.

Mehr als 20.000 Fans und große Musiker-Legenden wie auch Stevie Wonder (66) hatten damals Prince Respekt gezollt und von der Musik-Legende. Doch Monate später wird diese Veranstaltung ein Fall fürs Gericht.

Tiefe Trauer kam während des Konzerts kaum auf, stattdessen aber feierten Musiker-Freunde mit den Tausenden Fans eine stundenlange Party. Ganz in Prince' Sinne... Sogar Ex-US-Präsident Barack Obama war als Überraschungsredner per Video zugeschaltet.

Jetzt aber kommt der bittere Beigeschmack: Familienangehörige von Prince werfen dem Nachlassverwalter eine "katastrophale" Organisation des Konzerts zu Ehren des im April 2016 unerwartet verstorbenen Popstars vor.

In New York wurde die Klage eingereicht. In dieser wird werfen die Schwester von Prince, Tyka Nelson, und der Halbbruder Omarr Baker dem Bremer Trust vor, eine sehr unerfahrene Agentur mit der Organisation dieses Gedenkkonzerts betraut zu haben.

Die Schwester von Prince (†57) Tyka Nelson und Halbbruder Omarr Baker (li.).
Die Schwester von Prince (†57) Tyka Nelson und Halbbruder Omarr Baker (li.).

Die Agentur jedoch zog sich wenige Wochen vor dem Termin im Oktober unerwartet zurück. In aller Eile hat schließlich ein Berater des Trusts, Anwalt Londell McMillan, die Organisation des Events übernommen.

Und dadurch wäre die Veranstaltung zu einem Fiasko geworden.

Sie wissen angeblich bis zum heutigen Tag nicht, was aus den Einkünften der Ticketverkäufe wurde. Streitpunkte sind auch Parkgebühren, Filmrechte sowie die Vermarktung der Prince-Souvenirs. So steht es zumindest in der Klage.

Die 57-jährige Schwester Tyka Nelson und Halbbruder Omarr Baker werfen dem Anwalt vor, aus dem Konzert "großen Profit" geschlagen zu haben.

McMillan selbst sprach von "falschen Anschuldigungen". Da Prince keine Kinder hat und kein Testament hinterließ, kümmern sich dessen nächste Angehörige um diese Belange.

Prince war im April mit 57 Jahren an einer versehentlichen Überdosis eines Schmerzmittels gestorben (TAG24 berichtete). Zu dem Gedenkkonzert traten neben Stevie Wonder vor allem alte Freunde und Weggefährten, wie etwa Morris Day, Judith Hill und Jesse J sowie die "Königin des Funk", Chaka Khan (63), auf.


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