Enthüllt: Beamte surfen im Dienst auf Porno-Seiten

Auf Arbeitsplatzrechnern wurden "sehr hohe Datenumfänge" und "die Nutzung von Seiten mit nicht jugendfreien Inhalten" festgestellt, die kein dienstliches Interesse erkennen ließen... (Symbolbild).
Auf Arbeitsplatzrechnern wurden "sehr hohe Datenumfänge" und "die Nutzung von Seiten mit nicht jugendfreien Inhalten" festgestellt, die kein dienstliches Interesse erkennen ließen... (Symbolbild).  © dpa/Matthias Balk

Kiel - Was treiben denn die Beamten im Kieler Innenministerium und in der Landespolizei so für Sachen? Laut "SHZ" eine Menge Dinge, die mit dem Dienst nichts zu tun haben...

So sollen die Beamten exzessiv Pornoseiten und Streamingdienste aufgerufen haben - im Dienst wohlgemerkt.

Publik wurde die Geschichte durch Patrick Breyer (39), den Innenexperten der Piraten.

Das Innenministerium unterrichtete seine Beamten und Angestellten demnach in einem Schreiben Anfang April: "Die Protokolldateien der letzten Monate zeigen Auffälligkeiten bei der Nutzung des Internetzugangs."

So seien auf Arbeitsplatzrechnern "sehr hohe Datenumfänge" und "die Nutzung von Seiten mit nicht jugendfreien Inhalten" festgestellt worden, die kein dienstliches Interesse erkennen ließen.

Der "SHZ" berichtet weiter, dass die Mitarbeiter Musik über "Spotify" hörten und Filme über die Online-Videothek "Maxdome" sahen oder Nachrichten bei "Sport1" lasen.

Und dann waren da ja noch die Pornosites und sogar Seiten für Sexkontakte, die rege genutzt wurden! Bis die IT-Abteilung Alarm schlug.

Vor zwei Wochen endete eine zuvor angekündigte Kontrolle. "Die Auswertung läuft derzeit", erklärt Dirk Hundertmark, Sprecher des Innenministeriums.

"Sollten Auffälligkeiten festgestellt werden, können wir die Nutzer ermitteln." Dann wolle man mit den Betreffenden erst einmal reden. Vielleicht gab es ja doch noch irgendein dienstliches Interesse...


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