Nach Großbrand in Schlettau: Tierschutzorganisation Peta erstattet Anzeige

Schlettau - Eine Woche nach dem Großbrand auf einem Bauernhof in Schlettau erstattete die Tierschutzorganisation PETA Strafanzeige gegen die Betreiber des Landwirtschaftsbetriebes.

Der Vierseitenhof stand komplett in Flammen.
Der Vierseitenhof stand komplett in Flammen.  © André März

Bei dem Feuer kamen etwa hundert Tiere ums Leben (TAG24 berichtete). Wie die Tierschutzorganisation auf Ihrer Homepage berichtet, wurde am Freitag die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Chemnitz eingereicht.

Vorgeworfen wird den Betreibern mangelhafter Brandschutz. "Aufgrund mutmaßlich unzureichender Brandschutzmaßnahmen wurde möglicherweise billigend in Kauf genommen, dass die Tiere qualvoll ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen" heißt es in der Mitteilung.

"Jedes Tier, das bei einem Stallbrand stirbt, wird grob fahrlässig getötet", so Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. "Der Brandschutz wird bei vielen Tierställen nicht ernst genommen. Außerdem: Wenn Hunderte Tiere in einem Stall eingesperrt sind, ist es schlicht unmöglich, Soforthilfe zu leisten. Dieses Risiko ist den Betreibern bewusst." Heißt es weiter.

Wie die Familie auf die Anzeige reagieren wird, bleibt abzuwarten. Indes wurde für den Wiederaufbau nach dem verheerenden Feuer eine Spendenaktion gestartet.

Zwei Scheunen liegen in Schutt und Asche.
Zwei Scheunen liegen in Schutt und Asche.  © Uwe Meinhold

Titelfoto: Uwe Meinhold

Mehr zum Thema Erzgebirge:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0