Schleuser setzt acht Iraker aus: Darunter zwei Kinder

Bad Tölz - Die Bundespolizei Rosenheim sucht einen Schleuser. Der Unbekannte hat am Dienstag acht Migranten aus dem Irak bei Bad Tölz (Bayern) ausgesetzt. Auch zwei Kinder waren darunter.

Die Rosenheimer Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (Symbolbild)
Die Rosenheimer Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (Symbolbild)  © DPA

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, liefen die sechs Erwachsenen im Alter von 18 bis 44 Jahren und die beiden 4 und 11 Jahre alten Kinder zunächst ziellos durch die Stadt.

Um 22 Uhr suchten sie schließlich die örtliche Polizeiinspektion auf. Die Bundespolizei in Rosenheim wurde verständigt, sie ist für Schleusungsfälle zuständig.

Bei den Migranten handelt es sich wohl um zwei irakische Familien. Sie hatten sich einem Schleuser anvertraut, um von der Türkei nach Deutschland zu kommen.

Insgesamt 32.000 Euro soll die Schleusung gekostet haben.

Mehrere Tage waren die zwei Familien mit einem Lkw unterwegs. Den letzten Abschnitt der Fahrt mussten sie in einem schwarzen Transporter zubringen.

Die Migrantengruppe verfügte lediglich über Kopien ihrer Ausweise. Sie gaben an, dass der Schleuser ihnen die echten Dokumente abgenommen hätte. Laut Polizeibericht werden die acht Personen voraussichtlich in eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge gebracht.

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim bittet Bürgerinnen und Bürger, die beobachten konnten, wie die irakische Gruppe in Bad Tölz oder im näheren Umfeld abgesetzt wurde, unter der Rufnummer 0803180262102 um sachdienliche Hinweise.


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