Neu auf Moritzburg. Wie speisten eigentlich Könige?

Christian Striefler (53), Geschäftsführer der SBG GmbH, und Ingrid Möbius (58), Schlossleiterin von Schloss Moritzburg zeigen Exponate der Dauerausstellung.
Christian Striefler (53), Geschäftsführer der SBG GmbH, und Ingrid Möbius (58), Schlossleiterin von Schloss Moritzburg zeigen Exponate der Dauerausstellung.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Man soll die Feste feiern, wie sie fallen: Wie mondänes Trinken und Tafeln schon zu Zeiten der Könige aussah, zeigt daher die neue Dauerausstellung auf Schloss Moritzburg.

Gleichzeitig sollen rund 5 Millionen Euro in die Zukunft des Hauses fließen, wie Schlossdirektorin Ingrid Möbius gestern ankündigte. Ordentlich gefeiert, gespeist und getrunken wurde auf Schloss Moritzburg schon seit dem 16. Jahrhundert.

Zuletzt kehrten die sechs EU-Innenminister auf Schloss Moritzburg ein - tranken aber nur Wasser, Saft und Schorle aus einfachen Gläsern.

Für den trinkfesten König August den Starken (1670 - 1733) wäre das nüchterne Politikertreffen wohl eine Enttäuschung gewesen.

Wie sich die Zeiten, und damit die Tafel- und Trinkkultur ändert, zeigt die aktuelle gleichnamige Dauerschau.

Das erhabene Schloss Moritzburg wurde als Jagdschloss gebaut.
Das erhabene Schloss Moritzburg wurde als Jagdschloss gebaut.

Trinkgefäße des Adels, auch jene mächtigen Pokale von König August dem Starken, stehen an historischen Speisetafeln parat.

Bis 2020 will die zuständige Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen GmbH weitere rund 5 Millionen Euro investieren, um die Ausstellungsräume noch interessanter zu gestalten.

„Sofern uns der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) die Gelder zur Verfügung stellt, wollen wir das Foyer, den Backturm und das Entree modernisieren.

Auch der Ankauf weiterer Sammelgegenstände ist geplant“, kündigte Sprecher Uli Kretzschmar gestern an.

Fotos: Andreas Weihs/imago stock[&]people


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