Schlüsseldienst soll ausgesperrtem Mann helfen, dann kracht es gewaltig

Schweinfurt - Statt sie mit Werkzeug zu öffnen, hat ein angeblicher Schlüsseldienst-Mitarbeiter die Tür einer Wohnung in Schweinfurt kurzerhand eingetreten.

Der Schlüsseldienst-Mitarbeiter forderte 150 Euro für die Hilfe in höchster Not.
Der Schlüsseldienst-Mitarbeiter forderte 150 Euro für die Hilfe in höchster Not.  © DPA

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hatte sich der 68-jährige Bewohner ausgesperrt und anschließend über eine Nummer, die er im Internet gefunden hatte, eine Schlüsseldienstvermittlung angerufen.

Der Kunde weigerte sich am Samstag, die Rechnung in Höhe von etwa 150 Euro zu zahlen. Daraufhin verließ der rabiate Dienstleister das Haus.

Wieso er die Tür eintrat, obwohl er Werkzeug dabei hatte, war nicht bekannt. Auch ob es sich bei ihm tatsächlich um einen professionellen Schlüsseldienst-Mitarbeiter handelt oder um einen Betrüger, konnte die Polizei nicht sagen.

"Bei Schlüsseldiensten haben wir in letzter Zeit oft mit überhöhten Rechnungen zu tun, aber die Tür einzutreten, das ist das erste Mal", sagte Polizeisprecher Philipp Hümmer.

Um nicht auf unseriöse Anbieter hereinzufallen, raten die Beamten, gezielt Schlüsseldienste aus der Region anzurufen und möglichst einen Zeugen vor Ort zu haben - etwa einen Nachbarn.

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