Grausam: Singvögel eingefangen und in zu kleinen Käfigen zum Kauf angeboten

Die Käfige waren viel zu klein für die wild lebenden Singvögel.
Die Käfige waren viel zu klein für die wild lebenden Singvögel.  © Polizei Unterfranken

Schlüsselfeld/Attelsdorf - Eingesperrt in viel zu kleine Käfige und völlig erschöpft wurden am Mittwochvormittag acht Singvögel bei einer gemeinsamen Kontrolle von Zoll und Polizei in einem Kleinbus aufgefunden.

Auf die Schliche kam das Zollamt den Tierquälern durch einen Hinweis eines Passanten. Dieser beobachtete, wie aus einem Fahrzeug heraus Vögel zum Kauf angeboten wurden.

Bei der anschließenden Kontrolle wurden demnach nicht nur jede Menge Zigaretten entdeckt sondern auch insgesamt acht Stieglitze, die alle in Bulgarien wild gefangen wurden! Doch diese sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt! Somit ist das Fangen, der Verkauf und auch der Besitz dieser Vogelart verboten.

Dazu waren die Vögel in viel zu kleine Käfigen gesperrt. Einer der Stieglitze war sogar so erschöpft, dass er nur noch im Käfig liegen konnte.

Laut der Polizei wurden die Singvögel dem Tierschutz übergeben. Dort werden sie versorgt und aufgepäppelt, bis sie sich wieder vollständig erholt haben.

Gegen die 45-Jährige Fahrerin wird wegen einer Ordnungswidrigkeit nach dem Bundesnaturschutzgesetz sowie eines Vergehens nach dem Tierschutzgesetzt ermittelt, sowie wegen eines Verstoßes der Abgabenordnung in Verbindung mit dem Tabaksteuergesetz.


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