Schmiergeld-Skandal zur WM 2006: Anklage gegen Niersbach & Zwanziger!

Bern - Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat in der Affäre um die Fußball-WM 2006 Anklage gegen die früheren DFB-Funktionäre Theo Zwanziger, Wolfgang Niersbach und Horst R. Schmidt erhoben.

Niersbach und Zwanziger werden nun von der Schweizer Bundesanwaltschaft angeklagt.
Niersbach und Zwanziger werden nun von der Schweizer Bundesanwaltschaft angeklagt.  © Arne Dedert/dpa

Theo Zwanziger (74) und Horst Schmidt (78) sowie dem früheren FIFA-Generalsekretär Urs Linsi (70) wird Betrug in Mittäterschaft vorgeworfen. Wolfgang Niersbach (68) wird die Gehilfenschaft zu Betrug angelastet, wie die Behörde am Dienstag mitteilte.

"Den Beschuldigten wird vorgeworfen, im April 2005 die Mitglieder eines Aufsichtsorgans des DFB-Organisationskomitees für die Fussball-WM 2006 in Deutschland (OK WM 2006) arglistig über den eigentlichen Zweck einer Zahlung in der Höhe von rund EUR 6.7 Mio getäuscht zu haben.", heißt es in der Erklärung der Schweizer Bundesanwaltschaft.

Im Juli 2017 wurde das Verfahren gegen Franz Beckenbauer losgelöst. Der 73-Jährige sei aktuell aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage verhört zu werden. Aus diesem Grund wird seine Verhandlung separat weitergeführt. Beckenbauers Anwälte haben entsprechende Atteste vorgelegt, die "eine Teilnahme oder Einvernahme an der Hauptverhandlung vor dem Bundesstrafgericht nicht zulässt".

Beckenbauers Fall könnte dadurch letztlich verjähren.

Schmidt, Zwanziger, Beckenbauer, Niersbach. Sie holten das "Sommermärchen" einst nach Deutschland.
Schmidt, Zwanziger, Beckenbauer, Niersbach. Sie holten das "Sommermärchen" einst nach Deutschland.  © DB Kunz/Fotoagentur_Kunz/OK/dpa

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