Schnaken-Plage am Rhein? Das sagen die Stechmücken-Jäger

Speyer - Nach einer Schnaken-Plage am Rhein haben die Stechmücken-Jäger vorerst Entwarnung gegeben.

Das Archivbild aus dem Mai 2018 zeigt eine mit Blut vollgesaugte Stechmücke.
Das Archivbild aus dem Mai 2018 zeigt eine mit Blut vollgesaugte Stechmücke.  © dpa/Patrick Pleul

"Die Lage ist absolut entspannt", sagte Norbert Becker von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnaken-Plage (Kabs) in Speyer.

Wegen defekter Hubschrauber hatten die Experten die Plagegeister Anfang Juni nicht wie gewohnt aus der Luft abtöten können – daraufhin waren fast alle Schnaken geschlüpft.

"Die Prognose ist eingetroffen, dass Mitte Juli – etwa sechs Wochen nach dem Massenschlüpfen – die Population abgestorben ist", sagte Becker. Es gebe derzeit "bis auf ein, zwei Stellen" normale Verhältnisse.

Das Einsatzgebiet der Kabs reicht vom Kaiserstuhl in Baden-Württemberg bis nach Hessen im Norden und das rheinland-pfälzische Bingen im Westen.

Für ihren Kampf gegen Stechmücken erhalten die Schnaken-Jäger bald aus den USA einen dritten Hubschrauber.

"Er soll in der zweiten Augusthälfte auf dem Schiff und im September in Deutschland sein", sagte Becker. Viele Brutstätten können nur aus der Luft bekämpft werden.

Biologischer Wirkstoff Bti tötet die Schnaken-Larven

Die Kabs verfügt bereits über zwei Helikopter, die zuletzt aber gleichzeitig defekt waren – ein Einsatz war damit unmöglich.

Vom Helikopter aus verteilt die Organisation den biologischen Wirkstoff Bti. Er zerstört den Darm der Larven und tötet sie.

Titelfoto: dpa/Patrick Pleul


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