Nach Schnee-Unwettern: Warum wird der "Katastrophenfall" ausgerufen?

Miesbach/ Bad Reichenhall - Schweres Unwetter, heftige Schneefälle oder Überschwemmungen führen nicht automatisch zu einem Katastrophenfall.

Um den Schneemassen Herr zu werden ist auch die Bundeswehr in Bayern im Einsatz.
Um den Schneemassen Herr zu werden ist auch die Bundeswehr in Bayern im Einsatz.  © DPA

Bedrohen sie aber viele Menschen, natürliche Lebensgrundlagen oder umfangreiche Sachwerte so stark, dass die Kommunen extrem gefordert sind, können diese den Katastrophenfall ausrufen.

Dann übernimmt nach Angaben des Innenministeriums die Katastrophenschutzbehörde der betroffenen Kommune, in der Regel das Landratsamt, die Koordinierung und zentrale Leitung.

Sämtliche Einsätze von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Hilfsorganisationen laufen dann über eine zentrale Stelle. Sind die Bedrohungen überregional, können die Bezirksregierungen oder das bayerische Innenministerium die Kommunen unterstützen, zum Beispiel mit überregionalen Einsatzkräften. Katastrophenalarm und Katastrophenfall meinen dabei dasselbe, die Behörden verwenden jedoch meist letzteren Begriff.

Nach dem Landkreis Miesbach (TAG24 berichtete) hat am Donnerstag auch das Landratsamt Berchtesgadener Land in Bad Reichenhall den Katastrophenfall für den südlichen Teil des Landkreises ausgerufen (TAG24 berichtete).

Grund ist laut Landratsamt die aktuelle Schneelage, der anhaltende Schneefall und die damit verbundenen Störungen und Gefahren für die Bürger in den betroffenen Gemeinden. Dazu zählen zum Beispiel Schneelasten auf Dächern und Bäumen. Am Donnerstag waren zahlreiche Straßen gesperrt, an allen Schulen im Landkreis fiel der Unterricht aus.

(Alle Infos im >> TAG24-München-Ticker)

Im Katastrophenfall werden alle Einsatzkräfte zentral koordiniert.
Im Katastrophenfall werden alle Einsatzkräfte zentral koordiniert.  © DPA

Titelfoto: DPA


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