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Schnee in Bayern: Auto überschlägt sich und bleibt auf dem Dach liegen

Wetter in Bayern: Freistaat versinkt weiter im Schnee-Chaos, Stadt München warnt sogar vor Lebensgefahr

Seit Tagen schneit es in Bayern fast ununterbrochen. Die Bundeswehr muss zu Einsätzen ausrücken, die enorme Schneelast droht derweil alles zu erdrücken.

München - Die Lage im Freistaat und vor allem in den bayerischen Schneegebieten spitzt sich weiter zu. In fünf Landkreisen gilt inzwischen der Katastrophenfall.

Schnee ohne Ende in Bayern: Ein Wegkreuz in Wessobrunn ist tief eingeschneit.
Schnee ohne Ende in Bayern: Ein Wegkreuz in Wessobrunn ist tief eingeschneit.

Allein das Betreten von verschneiten Wäldern in großen Teilen Süddeutschlands kann aufgrund der Wetterverhältnisse zurzeit lebensgefährlich sein.

Darauf hat die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände hingewiesen. Präsident Philipp Freiherr zu Guttenberg sagte der Bild am Freitag: "Hier besteht akute Lebensgefahr."

Der Schaden für die Wälder sei schon sichtbar: "Es zeichnen sich aber aufgrund der riesigen Mengen schweren und nassen Schnees bereits jetzt massive Schäden ab. Der viele Schnee lässt einzelne Bäume wie Streichhölzer abbrechen oder sie fallen durch die hohe Schneelast einfach um."

In Aying bei München brach am Donnerstag ein Baum unter der Schneelast zusammen und erschlug einen neunjährigen Jungen.

Auf den verschneiten Zugstrecken kommt die Deutsche Bahn (DB) nicht mehr mit dem Räumen hinterher. Sie stellte deswegen den Regionalverkehr in Teilen Süd- und Ostbayerns ein. In den Regionen Kempten, Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden fallen aufgrund des Wetters auch in den nächsten Tagen die Züge aus.

Bei der niederbayerischen Waldbahn und der Bayerischen Oberlandbahn südlich von München ist derzeit kein Betrieb möglich.

Das Landratsamt Traunstein rief am Donnerstag den Katastrophenalarm aus. Die schweren Schneemassen seien eine Gefahr für die Menschen, teilte ein Sprecher mit. Für den Landkreis Miesbach und Teile des Berchtesgadener Lands hatten die Behörden zuvor schon den Katastrophenfall erklärt.

+++ TAG24 informiert im Ticker über die Wetterlage in Bayern +++

Update 19.15 Uhr: Unfall auf schneebedeckter Straße: Auto überschlägt sich

Die Fahrerin verlor die Kontrolle über ihr Auto, das sich überschlug und auf dem Dach liegen blieb.
Die Fahrerin verlor die Kontrolle über ihr Auto, das sich überschlug und auf dem Dach liegen blieb.

Auf der St2222 zwischen Streudorf im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und Arberg kam es am Freitagabend zu einem Unfall verunfallte am Freitagabend (11.01.2019) eine Autofahrerin.

Die 25-Jährige geriet auf schneebedeckter Straße ins Schleudern und landete im Graben, wo sich das Auto überschlug und auf dem Dach liegenblieb.

Ersthelfer konnten die Frau befreien. Sie erlitt leichte bis mittelschwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Die Staatsstraße war für die Bergungsarbeiten voll gesperrt.

Update 19.00 Uhr: Mehr als 140 Unfälle in Oberfranken auf winterlichen Straßen

Winterliche Verhältnisse haben auf den Straßen in Oberfranken am Freitag zu mehr als 140 Unfällen geführt. Die Rettungs- und Hilfsdienste eilten von einem Einsatz zum nächsten, wie die Polizei mitteilte. 18 Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Schwerere Unfälle ereigneten sich gegen Mittag unter anderem auf der Autobahn 73 bei Bad Staffelstein (Landkreis Lichtenfels) und später in Naila (Landkreis Hof). Dort rutschte eine 57-Jährige mit ihrem Wagen in eine Straße und kollidierte mit einem anderen Auto. Die Frau wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr herausgeschnitten werden.

Die A73 war nach einem Unfall für einige Zeit komplett gesperrt.

Update 17.00 Uhr: Tödlicher Unfall mit Schneeräumfahrzeug

Der Fahrer eines Schneeräumfahrzeugs ist in Oberbayern tödlich verunglückt. Der 48-Jährige räumte am Freitag die Bundesstraße 307 in Lenggries (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen). Auf einer Brücke kippte das Fahrzeug um und stürzte in einen Wasserzulauf der Isar. Nach Angaben der Polizei gestaltete sich die Bergung schwierig. Nur mit Hilfe eines Krans konnten die Einsatzkräfte den Wagen so weit anheben, dass der Mann aus dem Führerhaus befreit werden konnte.

Er wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er seinen schweren Verletzungen erlag.

Update 16.20 Uhr: Hochwasserexperten sehen keine Gefahr durch Schneeschmelze

Selbst wenn die gewaltigen Schneemassen im Alpenraum eines Tages wieder tauen, droht aus Sicht von Experten kein größeres Hochwasser. "Im Alpenraum, wo viel Wasser abfließt, ist das Flussbett tiefer sowie breiter und kann mehr Wasser aufnehmen", erklärten die Fachleute vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) am Freitag in Augsburg. Selbst bei Warmlufteinbrüchen sei der Einfluss von Wärme in Luft, am Boden oder durch Strahlung im Winter begrenzt - und damit auch die Intensität der Schneeschmelze. "Aus der Schneeschmelze allein entstehen deshalb im alpinen Raum keine extremen Hochwasser."

Hintergrund für die geringe Gefahr ist demnach, dass die Einzugsgebiete der Flüsse im Alpenraum im Gegensatz zum Mittelgebirge und Flachland sehr große Höhenunterschiede aufweisen. Infolgedessen erfasse die Schneeschmelze nur Teilbereiche der Einzugsgebiete.

Update 16 Uhr: Bundeswehr mit 350 Soldaten im Schnee-Einsatz

Ein Kettenfahrzeug der Bundeswehr im Einsatz.
Ein Kettenfahrzeug der Bundeswehr im Einsatz.

m Kampf gegen die Schneemassen im Süden Bayerns ist die Bundeswehr nach eigenen Angaben mit 350 Soldaten im Einsatz. Sie befreien Dächer von den schweren Schneemassen, versorgen Bewohner in schwer zugänglichen Orten und transportieren Helfer mit gepanzerten Kettenfahrzeugen.

300 weitere Kräfte seien in Bereitschaft versetzt worden, erklärte ein Bundeswehrsprecher am Freitag. Die Bundesregierung in Berlin erklärte, dass die Zahl der Einsatzkräfte von Bundeswehr, Technischem Hilfswerk (THW) oder Bundespolizei notfalls aufgestockt werden könne.

Für die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Traunstein, Garmisch-Partenkirchen und Teile des Berchtesgadener Lands gilt der Katastrophenfall. Viele Straßen sind dort wegen Lawinengefahr und umgestürzter Bäume gesperrt.

Update 15.30 Uhr: DLRG-Helfer befreien Traunsteiner Dächer von Schnee

Zumeist sind sie mit Booten auf dem Wasser unterwegs - nun helfen Einsatzkräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) dabei mit, die Dächer im Landkreis Traunstein von der Schneelast zu befreien. "Alle unsere Fahrzeuge sind mit Allrad ausgestattet, um auch in extreme Lagen zu kommen", erklärte der Leiter Einsatz des Landesverbands Bayern, Sven Slovacek, am Freitag. Zudem verfügten die Retter über spezielle Ausrüstung, mit der sie auch auf Dächern sicher arbeiten könnten. 70 Helfer aus Oberfranken und dem Oberbayern waren am Freitag mit 17 Fahrzeugen im Einsatz. Ein Sanitätstrupp half derweil in Miesbach.

Die Retter sollten deshalb zunächst bis diesen Samstag in Traunstein an der Seite unter anderem des Bayerischen Roten Kreuzes, der Feuerwehr und der Bundeswehr helfen. Sollte danach noch Bedarf herrschen, müssten sie abgelöst werden, hieß es.

Update 15.10 Uhr: "Nostalski-Rennen" in Krün abgesagt

Nach den heftigen Schneefällen fällt das "Nostalski-Rennen" mit alten Holzlatten in Krün (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) an diesem Samstag aus. Die Veranstalter sagten den sportlichen Wettkampf ab, nachdem das Landratsamt am Freitag für die Region den Katastrophenfall ausgerufen hatte.

Bei dem Rennen hätten die Teilnehmer mit nostalgischer Ski-Ausstattung einen Torlauf gefahren. Viele Straßen im südlichen Oberbayern sind wegen Lawinengefahr und umgestürzter Bäume gesperrt.

Update 14.25 Uhr: Dächer im Raum Berchtesgaden von Schneelast bedroht

Die Helfer kämpfen gegen die Schneemassen.
Die Helfer kämpfen gegen die Schneemassen.

Im Raum Berchtesgaden kämpfen die Helfer weiter gegen die Schneemassen. Die Straßen waren am Freitag großenteils freigeräumt - die Sorge galt danach den Dächern.

Mehr als 450 Gebäude seien bedroht, bisher seien knapp 100 bereits von der Last befreit, berichteten die Einsatzbehörden am Freitag.

Rund 800 Kräfte von Bundeswehr, Technischem Hilfswerk (THW), Feuerwehr und anderen Organisationen seien im Einsatz. Der Schnee lag vielfach mehr als einen Meter hoch auf den Dächern, die Rede war sogar von bis zu zwei Metern.

"Es sind zunächst die Dächer zu räumen", sagte Landrat Georg Grabner (CSU). Er hatte am Donnerstag für Teile seines Landkreises Berchtesgadener Land den Katastrophenfall ausgerufen, um unter anderem Hilfe der Bundeswehr anfordern zu können. Es gehe aber weiter auch um Verkehrswege.

Vor allem unter Schneelast brechende Bäume bedrohten den Verkehr. Ein Hubschrauber solle sobald wie möglich beginnen, Bäume an der weiterhin gesperrten Strecke in den Ortsteil Buchenhöhe von der Last zu befreien. Dort sind weiter rund 300 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. "Wir müssen auch die Lawinensituation im Auge behalten", sagte Grabner.

Für diesen Sonntag ist Regen angesagt. Danach soll es wieder Schnee geben. "Die Arbeit wird weitergehen", so Grabner. Wann der Katastrophenfall beendet werden könne, sei derzeit offen.

Update 14 Uhr: Markus Söder besucht Schnee-Region

Nach den heftigen Schneefällen im Süden des Freistaats will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an diesem Samstag eine der stark verschneiten Regionen besuchen. Er werde an einer Lagebesprechung der Einsatzkräfte im Landratsamt von Bad Tölz-Wolfratshausen teilnehmen, teilte die Staatskanzlei am Freitag in München mit.

Begleitet wird Söder in Bad Tölz vom bayerischen Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU). Beide wollen sich in der Region über die Rettungseinsätze und Arbeit der Hilfsorganisationen informieren.

Für die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Traunstein, Garmisch-Partenkirchen und Teile des Berchtesgadener Lands gilt der Katastrophenfall. Viele Straßen sind gesperrt und Dächer müssen von Schneemassen geräumt werden.

Markus Söder wird in die Schnee-Region reisen und sich selbst ein Bild machen. (Archivbild)
Markus Söder wird in die Schnee-Region reisen und sich selbst ein Bild machen. (Archivbild)

Update 13.45 Uhr: Luftrettung im Dauereinsatz

Schneebruch, erhöhte Lawinengefahr oder umstürzende Bäume - das extreme Winterwetter kann nicht nur in den Bergen zur tödlichen Gefahr werden. Wenn Rettungskräfte eine Unglücksstelle zu Fuß oder mit dem Auto nicht mehr erreichen können, sind die Luftretter häufig die letzte Hoffnung. Wie die ADAC Luftrettung in München am Freitag mitteilte, sind ihre Hubschrauber im Süden Deutschlands seit Tagen im Dauereinsatz.

Das extreme Winterwetter bringt aber auch die erfahrenen Crews der Rettungshubschrauber an ihre Grenzen. Vor allem das Landen sei bei den momentanen Schneeverhältnissen schwierig, erklärte ein Sprecher der ADAC Luftrettung. Denn die Hubschrauber würden im Landeanflug so viel Schnee aufwirbeln, dass die Piloten fast nichts mehr sehen könnten.

Teilweise sei das Landen in steilen Gebieten gar nicht mehr möglich. Die Retter müssten sich dann mithilfe von Seilwinden aus den Hubschraubern abseilen. Das seien gefährliche Einsätze.

Doch obwohl die Luftrettung auch bei Eis und Schnee im Einsatz sei, stehe die Sicherheit der Rettungskräfte immer an erster Stelle, betonte der Sprecher. Bei Eisregen oder Sichtweite unter 800 Metern seien Einsätze daher ausgeschlossen.

Update 13.30 Uhr: Angel Merkel drückt Trauer aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach dem Tod eines neunjährigen Jungen im winterlich verschneiten Bayern ihr Mitgefühl zum Ausdruck gebracht.

Merkel spreche den Angehörigen ihr Beileid aus, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin. Der Neunjährige war am Donnerstag bei München von einem Baum erschlagen worden, der unter seiner hohen Schneelast umgestürzt war.

"Die Kanzlerin wie auch die gesamte Bundesregierung dankt allen Helferinnen und Helfern in den von den heftigen Schneefällen betroffenen Gebieten für ihren Einsatz", sagte Demmer. Sie sicherte zu, dass die Zahl der Einsatzkräfte von Bundeswehr, Technischem Hilfswerk (THW) oder Bundespolizei notfalls aufgestockt werden könne.

Update 11.50 Uhr: Nächster Katastrophenfall ausgerufen

Nach den Schneefällen haben die Behörden am Freitag auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen den Katastrophenfall ausgerufen. Das Landratsamt übernehme die Koordination der verschiedenen Hilfs- und Rettungseinsätze, sagte ein Sprecher.

Weitere angekündigte Schnee- oder Regenfälle könnten die Situation in der Region verschärfen. Für die oberbayerischen Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Traunstein und Teile des Berchtesgadener Lands gilt bereits der Katastrophenalarm.

Update 11.45 Uhr: Staublawine am Hintersee gefilmt

Es sind beeindruckende und zugleich auch furchteinflößende Bilder, die auf der Facebook-Seite der Bayernwelle zu sehen sind! Ein Video zeigt eine Staublawine am Hintersee im Bereich der Halsalm.

Wie berichtet wird, soll es nach aktuellen Angaben der Polizei gegenüber der Bayernwelle keine Verletzten geben.

Update 11.30 Uhr: Bauern werden in Bayern zu Helfern

Die Schneemassen im südlichen Oberbayern haben mehrere Bauern zu Helfern in der ambulanten Pflege werden lassen.

Pflegekräfte des Bayerischen Roten Kreuzes kommen auf den verschneiten Straßen teilweise mit ihren eigenen Autos nicht mehr weiter und erreichen die alten und kranken Menschen nur noch schwer, wie Pressesprecher Sohrab Taheri-Sohi sagte.

Die medizinische Versorgung sei trotz der erschwerten Bedingungen aber immer sichergestellt. Mit Traktoren und Unimogs unterstützen Landwirte den Angaben zufolge die Pfleger auf dem Weg zu den eingeschneiten Hilfsbedürftigen.

Hilfe bekommen die Pfleger darüber hinaus auch von der Bergwacht und dem Katastrophenschutz: Mit Geländefahrzeugen bringen die Einsatzkräfte dem BRK zufolge die Pfleger zu ihren jeweiligen Patienten.

BRK-Präsident Theo Zellner dankte den Helfern, "für ihren intensiven, teilweise gefährlichen und auch körperlich höchst anspruchsvollen Einsatz."

Update 11.10 Uhr: Bayern zwischen Freud und Leid

Während in einigen Teilen des Freistaats Katastrophenalarm herrscht, freuen sich die Bauern in Bayern über den vielen Schnee.

"Auf den Feldern und in den Wäldern wird die Feuchtigkeit wegen der starken Dürre im letzten Jahr dringend benötigt", sagte eine Sprecherin des Bayerischen Bauernverbandes (BBV). "Zudem sprengt der Frost den Boden der Äcker auf, wodurch die Erde weich und besonders gut für die nächste Aussaat wird."

Update 11.05 Uhr: Mehrere Unfälle im Norden Bayerns

Bei leichtem Schneefall und teils glatten Straßen ist es am Freitag im Norden Unterfrankens zu mehreren Auffahrunfällen gekommen. So seien am Morgen etwa ein halbes Dutzend Autos bei Bad Kissingen entweder auf das vor ihnen stehende Fahrzeug oder in einen Graben gerutscht, sagte ein Polizeisprecher.

Dabei sei aber glücklicherweise niemand verletzt worden. In der Nacht zum Freitag war in Unterfranken erstmals seit längerem wieder etwas Schnee gefallen.

Update 10.45 Uhr: Mehrere Hallen in Südbayern gesperrt

Im südlichen Oberbayern sind wegen der Schneemassen auf den Dächern zahlreiche Turnhallen gesperrt worden.

Im Landkreis Traunstein waren am Donnerstag mehr als neun Hallen gesperrt, wie ein Sprecher des Landratsamtes sagte. Zu groß sei die Gefahr, dass Dachlawinen die Besucher treffen könnten. "Unsere Hausmeister sind mit dem Räumen nicht mehr hinterhergekommen", hieß es.

Auch im ebenso betroffenen Landkreis Miesbach blieben Turnhallen geschlossen. Bei der Räumung hätten deren Dächer hohe Priorität, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes. Die Turnhallen müssten als mögliche Notunterkünfte - unter anderem für evakuierte Bürger oder Rettungskräfte - unbedingt jederzeit freigehalten werden.

In beiden Landkreisen und dem Berchtesgadener Land sowie dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gilt nach den starken Schneefällen der vergangenen Tage der Katastrophenfall.

In Bayern mussten mehrere Hallen aufgrund des Wetters geschlossen werden. (Symbolbild)
In Bayern mussten mehrere Hallen aufgrund des Wetters geschlossen werden. (Symbolbild)

Update 10.15 Uhr: Schnee eine Gefahr für Bienen?

Entwarnung: Der Schnee im Süden Bayerns ist keine Gefahr für die Bienenvölker.

"Das hat überhaupt gar keine negativen Auswirkungen. Die halten sich im Winter ohnehin in einer Wintertraube im Inneren der Bienenstöcke auf", sagte Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes, am Freitag in Schwarzach im Landkreis Kitzingen der Deutschen Presse-Agentur. Für die Wintertraube rücken die Bienen ganz eng zusammen und wärmen sich gegenseitig.

"Die Traube hat etwa 35 Grad Celsius", so der Bienenexperte weiter. Das hat den Nebeneffekt, dass durch diese Wärme innen auch das Flugloch des Stocks bei Schnee nach außen offen bleibt und so ausreichend Sauerstoff hineinströmen kann.

Dass die Kästen unter der Last des Schnees zusammenbrechen könnten, glaubt Maske nicht. Dafür sei auch die Fläche der meist festen Holzkästen zu klein.

Der Schnee habe auf die Bienen sogar eine positive Auswirkung, so Maske weiter. "Das ist die Gewähr dafür, dass die Königin nicht ins Brutgeschehen geht und stattdessen eine schöne lange Winterruhe hat." Für den Imker bedeutet das zudem, dass er die Varroamilbe gut bekämpfen kann. "Das geht nur dann, wenn keine Brut vorhanden ist."

In Bayern gibt es etwa 35.000 Imker mit etwa 200.000 Bienenvölkern. Die Hälfte von ihnen ist im Süden zu finden.

Update 10.05 Uhr: Schüler haben Grund zur Freude

Zahlreiche Schulen im Freistaat haben wegen des starken Schneefalls den Unterricht ausfallen lassen. Nun folgt für die Kinder und Jugendlichen die frohe Kunde: Die Stunden müssen nach den Worten von Bayerns Kultusminister Michael Piazolo von den Freien Wählern nicht nachgeholt werden.

"Im Lehrplan ist immer Luft drin, gerade für solche Verhältnisse", sagte er am Freitag dem Bayerischen Rundfunk.

Lehrer könnten den Stoff nachholen, das sei aber nicht verpflichtend. Unterricht über digitale Medien und das Internet schloss Piazolo nicht aus. "Solche Möglichkeiten sind zu überlegen. Da ist immer die Frage, was die Schule kann."

Frohe Kunde für Schüler: Der ausgefallene Unterricht muss nicht nachgeholt werden. (Symbolbild)
Frohe Kunde für Schüler: Der ausgefallene Unterricht muss nicht nachgeholt werden. (Symbolbild)

Update 9.55 Uhr: Nächstes Horror-Szenario im Anmarsch

Auf eine nötige, aber kurze Verschnaufpause an der Winterfront folgt die nächste Unwetterlage in Bayern. In der Nacht zum Sonntag komme eine sehr komplexe Wetterlage auf den Freistaat zu. Es kann am Wochenende als richtig ungemütlich werden.

Alles Infos zum nächsten Horror-Szenario für den Freistaat gibt es hier.

Update 9.40 Uhr: Bahnverkehr teilweise eingestellt

Bei der Deutschen Bahn (DB) kommt es wegen verschneiter Strecken weiterhin zu Problemen. In Teilen Süd- und Ostbayerns bleibt der Regionalverkehr in den kommenden Tagen eingestellt, wie ein DB-Sprecher am Freitag mitteilte.

In den Regionen Kempten, Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden fallen die Züge aus. Außerdem hat die Waldbahn in Niederbayern und die Bayerische Oberlandbahn südlich von München ihren Betrieb zunächst eingestellt.

Auf den Strecken von München nach Stuttgart, Nürnberg, Regensburg sowie nach Salzburg und Kufstein rollten die Züge nach DB-Angaben bislang weitestgehend nach Fahrplan.

Die Deutsche Bahn reagiert auf das Wetter - und muss den Bahnverkehr teilweise einstellen. (Symbolbild)
Die Deutsche Bahn reagiert auf das Wetter - und muss den Bahnverkehr teilweise einstellen. (Symbolbild)

Update 9.15 Uhr: Wie ungewöhnlich ist das Wetter?

Bis Mittwoch waren weite Teile Unter- und Mittelfrankens im Flachland schneefrei beziehungsweise es lagen dort nur wenige Zentimeter Schnee. In Richtung Oberfranken und Oberpfalz lagen 5 bis 30 Zentimeter, im Bayerischen Wald bis zu 90 Zentimeter. Im südlichen Alpenvorland sei der Neuschneezuwachs allerdings durchaus enorm gewesen, sagte Guido Wolz.

In Miesbach liegen 40, in Holzkirchen 50 Zentimeter Schnee, auf einer Höhe von 1500 Metern an manchen Stellen um die zwei Meter. "Das sind schon sehr hohe Mengen."

"Letztes Jahr lag Ende Januar auf der Zugspitze deutlich mehr als jetzt", so der Fachmann. Da sei aber in tieferen Lagen immer wieder richtiges Tauwetter dazugekommen. "So eine anhaltende Nordwestlage, vor allem so lange, ist schon nichts komplett Ungewöhnliches - aber so häufig kommt es nicht vor."

Bei der Lawinenkatastrophe von Galtür in Tirol im Winter 1999 gab es auch eine länger anhaltende Nordwestlage mit großen Neuschneemengen an den Alpen. Damals lagen Ende Februar auf der Zugspitze bis zu 540 Zentimeter Schnee.

Rettungskräfte suchten nach der Lawinenkatastrophe in Galtür nach Verschütteten. (Archivbild)
Rettungskräfte suchten nach der Lawinenkatastrophe in Galtür nach Verschütteten. (Archivbild)

Update 8.55 Uhr: Einsatzkräfte schaufeln Dächer frei

Bereits seit Tagen sind Einsatzkräfte vom Technischen Hilfswerk und Feuerwehren sowie Bundeswehrsoldaten im südlichen Oberbayern im Einsatz und befreien Hausdächer von schweren Schneelasten.

Vor allem in den Landkreisen Miesbach und Berchtesgadener Land, wo größtenteils der Katastrophenfall herrscht, sind die Helfer im Dauereinsatz. Das teilten am Freitagmorgen Sprecher der Landratsämter in Miesbach und Bad Reichenhall mit.

In Miesbach waren bis zum Nachmittag des Donnerstags etwa 1100 Helfer im Einsatz. "Dazu zählen natürlich auch die des Roten Kreuzes, die unter anderem für Verpflegung sorgen", sagte eine Sprecherin des zuständigen Landratsamtes.

Weitere Soldaten seien bereits angefordert und sollten im Laufe des Freitags eintreffen. Auch benachbarte Landkreise bat das Landratsamt um Unterstützung. Zunächst konnte niemand sagen, wie viele Dächer bislang freigeschaufelt wurden.

Immer wieder erreichen das Landratsamt auch Anfragen von Privatleuten, ob ihre Hausdächer vom Schnee befreit werden könnten. "Dafür haben wir aber leider gar keine Kapazitäten", sagte die Sprecherin. Zunächst müsse dafür gesorgt werden, dass öffentliche Gebäude, insbesondere Hallen, frei von der Schneelast seien, um dort gegebenenfalls sichere Notunterkünfte einrichten zu können. Bei privaten Hausdächern empfiehlt das Landratsamt, sich an private Dienstleister zu wenden.

In der Region Berchtesgaden gibt es laut einem Sprecher des Landkreises Berchtesgadener Land Anfragen zur Räumung von rund 250 Dächern, darunter von Privatleuten und Gewerbetreibenden.

Aber auch die Dächer öffentlicher Einrichtungen sollen freigeschaufelt werden. In höheren Lagen liege der Schnee bis zu zwei Meter hoch. 170 bis 250 Kilogramm lasteten auf den Dächern. In der Region sind rund 200 Soldaten der Bundeswehr im Einsatz und nochmal so viele Einsatzkräfte unter anderem der Feuerwehr und des THW.

Update 8.35 Uhr: Wieso ist Schnee unterschiedlich schwer?

Die Schneemassen in Bayern werden vielerorts zum Problem. Hin und wieder spielt auch das Gewicht - etwa bei Dächern - eine Rolle. Aber wieso ist Schnee eigentlich überhaupt so unterschiedlich schwer?

Es kommen zwei Faktoren zusammen. Zum einen sei logischerweise die reine Schneemasse an sich entscheidend, erklärte Guido Wolz, Leiter der Regionalen Wetterberatung München des Deutschen Wetterdienstes (DWD): Anderthalb Meter wiegen deutlich mehr als 20 Zentimeter.

Das Gewicht steigt zudem, wenn der Schnee abwechselnd taut und friert oder wenn es in den Schnee, der bereits liegt, noch reinregnet. "Regentropfen sind nun einmal schwerer als leichte Schneeflocken", erklärt Wolz. "Das Ganze verfestigt sich."

Bei einer mächtigen Schneedecke kommt hinzu, dass der Regen nicht nach unten ablaufen kann. Der DWD schreibt auf seiner Internetseite, die Schneedichte werde in Kilogramm in Kubikmetern gemessen - und erklärt dabei: "Die höchste mögliche Dichte liegt bei 917 kg/m³ und bedeutet porenfreies Eis."

Die Schneelast kann etwa auf Dächern zu einem erheblichen Problem werden. (Symbolbild)
Die Schneelast kann etwa auf Dächern zu einem erheblichen Problem werden. (Symbolbild)

Update 8.30 Uhr: Flugausfälle am Flughafen München

Wie der BR berichtet, sind am Flughafen München auch am Freitag wieder zahlreiche Flüge ausgefallen. 90 Flüge sind wegen des Wetters in Deutschland annulliert worden, weitere könnten im Laufe des Tages folgen.

Weil Fluglotsen in Italien am Nachmittag in den Streik treten, seien darüber hinaus unabhängig der 90 wetterbedingten Ausfälle weitere 20 Flüge gestrichen worden, sagte ein Sprecher des Flughafens der DPA.

Hier gibt es einen Überblick, über die aktuellen Starts und Landungen.

Update 8.20 Uhr: Wenn Schnee auf dem Dach zum Problem wird

Wann geräumt werden muss, lässt sich pauschal natürlich nicht sagen, es gibt aber durchaus Orientierungspunkte. Bei Gebäuden gilt nach Angaben von Manfred Nikui, Justiziar bei Haus & Grund Bayern, dass flache Dächer eher gefährdet sind als schräge. Dann aber kommt es etwa auf Schneebeschaffenheit und die Neigung an.

"Entscheidend ist, dass der Eigentümer eine Verkehrssicherungspflicht hat, das heißt, er muss das Erforderliche tun, damit das Dach frei ist." Hilfreich seien Anfragen bei Landratsämtern oder bei Rathäusern.

Dort könne man sich erkundigen, ob die Dächer geräumt werden müssen und wie.

"Man kann ja auch nicht einfach auf das Dach steigen, manchmal muss das die Feuerwehr machen", sagte Nikui. Ein Handeln muss geplant und sicher sein.

Update 8.10 Uhr: Warum wird Katastrophenalarm ausgerufen?

Schweres Unwetter, heftige Schneefälle oder Überschwemmungen führen nicht automatisch zum Katastrophenfall. Bedrohen sie aber viele Menschen, natürliche Lebensgrundlagen oder umfangreiche Sachwerte so stark, dass die Kommunen extrem gefordert sind, ändert sich die Lage.

Was dann passiert, ist hier nachzulesen.

Manchmal kommt nur die Bundeswehr mit ihren Fahrzeugen noch gegen die Schneemassen an.
Manchmal kommt nur die Bundeswehr mit ihren Fahrzeugen noch gegen die Schneemassen an.

Update 7.55 Uhr: Lawinengefahr nimmt etwas ab

Es ist eine gute Nachricht am Morgen: Die Lawinengefahr ist in weiten Teilen der bayerischen Alpen nach Einschätzung von Experten gesunken. Für diesen Freitag stufte der Lawinenwarndienst Bayern die Gefahr nur noch für die Berchtesgadener Alpen als groß ein, das ist allerdings die zweithöchste von fünf Gefahrenstufen.

Für den übrigen Alpenraum gelte erhebliche Gefahr, Warnstufe 3. In den vergangenen Tagen waren die Fachleute flächendeckend von einer großen Lawinengefahr ausgegangenen, was Stufe 4 entspricht. Sie warnten jedoch auch weiterhin.

Die Hauptgefahr geht demzufolge weiter von großen bis sehr großen Lockerschnee- und Schneebrettlawinen aus, die sich durch Neuschnee auf die Altschneedecke und verstärkt durch die Sonneneinstrahlung am Freitag von selbst lösen können.

Abgehende Lawinen könnten in der Sturzbahn auf tiefere Schneeschichten durchgreifen und bis in die Tallagen vorstoßen. Auch hangnahe Verkehrs- und Wanderwege unterhalb der Waldgrenze seien gefährdet. "Die Triebschneeansammlungen sind von lockerem Neuschnee überdeckt und schwer zu erkennen", hieß es am Freitag.

Seit Mittwochabend waren den Angaben nach im bayerischen Alpenraum verbreitet 50 Zentimeter Neuschnee gefallen. Dieser liege locker auf einer mächtigen Altschneedecke, die sich bei den Temperaturen von bis zu minus 20 Grad auf der Zugspitze langsam setze.

Die Lawinengefahr in den bayerischen Alpen ist noch immer vorhanden. (Symbolbild)
Die Lawinengefahr in den bayerischen Alpen ist noch immer vorhanden. (Symbolbild)

Update 7.30 Uhr: Dach von Lagerhalle eingebrochen

In Inzell im Landkreis Traunstein hat das Dach einer Lagerhalle aufgrund der großen Schneemassen nachgegeben und ist eingestürzt, das berichtet der Bayerische Rundfunk in den frühen Morgenstunden.

Glücklicherweise war zum Zeitpunkt des Einsturzes in der Nacht niemand in der Halle, Verletzte gab es somit nicht.

Update 7.10 Uhr: Wetter mit Einfluss auf S-Bahn-Verkehr

Immer wieder kommt es aufgrund der Witterungsbedingungen in und um München zu Verzögerungen auf diversen S-Bahn-Linien. Auch am Freitag ist mit Problemen zu rechnen. Die Deutsche Bahn warnt.

Einen stets aktuellen Überblick über die aktuelle Lage gibt es hier.

Update 6.55 Uhr: Chaos auf A8, Rotes Kreuz kommt zur Hilfe

Wegen einer Sperrung der Autobahn 8 am Chiemsee im Landkreis Rosenheim haben am späten Donnerstagabend zahlreiche Menschen bei teils starkem Schneefall im Stau festgesessen. Der Streckenabschnitt zwischen Bernau am Chiemsee und Frasdorf in Richtung München war nach mehreren teils schweren Unfällen über Stunden gesperrt, teilte die Polizei mit.

Das Bayerische Rote Kreuz baute in der Folge mehrere Pflegestützpunkte auf. Die Helfer sollten den Stau abgehen und die Menschen versorgen, hieß es. Das Rote Kreuz twitterte, dass unter anderem für warme Getränke gesorgt werde.

Update 6.50 Uhr: Wetter als Problem für Paketzusteller

Unter dem anhaltenden Winterwetter leiden auch die Paketzusteller der Deutschen Post - und damit ebenfalls die Kunden.

"Es ist klar, dass unsere Leute derzeit nicht so schnell vorankommen", sagte ein Postsprecher in München. Viele Straßen seien nicht geräumt oder wegen der Schneemassen an den Seiten zu eng. Oft könne deshalb nicht mehr in zweiter Reihe geparkt werden und die Zustellwege würden länger. "Es kann daher durchaus vorkommen, dass sich die Zustellung um ein bis zwei Tage verzögert", sagte der Sprecher.

Auf den Dächern mancher Zustellstationen liege zudem so viel Schnee, dass die Post von dort derzeit nicht zugestellt werden könne. Auch hierdurch verlängerten sich die Wege. "Wir entscheiden jeden Tag, was machbar ist, aber die Sicherheit unserer Mitarbeiter geht natürlich vor", sagte der Sprecher.

Auch Lastwagenfahrern macht das Wetter zu schaffen. Lange Staus und kalte Nächte sorgten für Belastungen, teilte der Landesverband Bayerischer Spediteure mit.

"Es ist ohnehin schon schwer, gesetzliche Ruhezeiten einzuhalten, aber auf der Autobahn ist das derzeit fast unmöglich", sagte ein Sprecher. Es gebe deshalb Verzögerungen. Die Lage sei angespannt, aber unter Kontrolle. "Die bayerischen Spediteure wissen noch, wie Winter geht, und haben Notfallpläne aufgestellt."

Von einer Situation wie zuletzt, als lang anhaltendes Niedrigwasser die Lieferketten der bayerischen Wirtschaft gehörig aus dem Takt brachte, sei man allerdings noch sehr weit entfernt.

Auch die angestellten der Deutschen Post haben so ihre Probleme mit dem Schnee-Chaos. (Symbolbild)
Auch die angestellten der Deutschen Post haben so ihre Probleme mit dem Schnee-Chaos. (Symbolbild)

Update 6.45 Uhr: Weiterer Katastrophenfall ausgerufen

Wegen der starken Schneefälle gilt seit dem späten Donnerstagabend auch im südbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen der Katastrophenfall. Neben der Gemeinde Jachenau hätten nun auch weitere Gemeinden im Kreis mit den Schneemassen zu kämpfen, teilte das Landratsamt in der Nacht mit.

Große Probleme gebe es mit Zufahrtsstraßen und Schneelasten auf den Dächern. Bad Tölz-Wolfratshausen ist nach den Kreisen Miesbach, Berchtesgadener Land und Traunstein der vierte Landkreis in Bayern, in dem der Katastrophenfall ausgerufen wurde.

"Die Katastrophenschutzbehörde koordiniert nun die Einsätze der Rettungs- und Einsatzkräfte sowie weiterer Dienststellen und kann gegebenenfalls auch noch einmal zusätzliche Hilfe zum Beispiel von Seiten der Bundeswehr anfordern", so Landrat Josef Niedermaier.

Winter in Bayern: Helfer der Bundeswehr versorgen eingeschlossene Menschen mit Lebensmitteln.
Winter in Bayern: Helfer der Bundeswehr versorgen eingeschlossene Menschen mit Lebensmitteln.

Update 6.30 Uhr: Die Lage in Bayern im Überblick

An der Grenze zu Österreich saßen Hunderte Menschen fest, weil Zufahrtsstraßen wegen der Schneemassen gesperrt waren. Im Raum Miesbach und Berchtesgaden war die Bundeswehr mit rund 30 Soldaten im Einsatz. Sie räumten unter anderem Dächer. Weitere Kräfte der Gebirgsjäger, der Luftwaffe, der Streitkräfte und des Sanitätsdienstes seien in erhöhter Bereitschaft, teilte ein Sprecher des Landeskommandos Bayern mit.

Zahlreiche Straßen in der Region blieben wegen der Schneemassen und umgestürzter Bäume gesperrt. Unter anderem kann die für Skifahrer und Reisende wichtige Bundesstraße 307 in Oberbayern teilweise nicht befahren werden. Die Lawinengefahr sei zu hoch, erklärte das Landratsamt Miesbach. Auch die Strecke von Garmisch-Partenkirchen nach Innsbruck über Seefeld in Tirol ist nicht mehr befahrbar.

Am Flughafen München wurden ungefähr 50 Flüge wetterbedingt annulliert - das liege aber an den Witterungsverhältnissen an anderen Orten und nicht an den Schneeverhältnissen an Deutschlands zweitgrößtem Airport, sagte ein Sprecher.

In vielen Skigebieten Bayerns blieb ein Teil der Pisten geschlossen, manche der kleineren Gebiete stellten den Betrieb gänzlich ein. Nur noch eingeschränkt möglich sind zurzeit zudem Winterwanderungen und Rodeln in Tourismusgemeinden - so beispielsweise in Bad Tölz, Mittenwald, Oberammergau und am Tegernsee.

In immer mehr Landkreisen in Oberbayern und Schwaben fällt an diesem Freitag der Unterricht in den Schulen aus. Zu gefährlich sei der Schulweg für die Kinder und Jugendliche, hieß es von den Behörden.

Die Münchner Stadtverwaltung warnte derweil vor einer akuten Gefahr bei Spaziergängen in Parks und Grünanlagen.

Das THW bringt im Kampf gegen die Schneemassen einen Radlader mit Ketten nach Berchtesgaden.
Das THW bringt im Kampf gegen die Schneemassen einen Radlader mit Ketten nach Berchtesgaden.

Fotos: Bernd März, DPA, News5/ Goppelt

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