Schnee in NRW: Unfälle, Warnung im Nationalpark Eifel, Skipisten in Betrieb!

Köln - Neuschnee sorgt in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens für Freud und Leid: Während die Skigebiete im Sauerland nun auch ohne Schneekanonen beste Bedingungen bieten, müssen Autofahrer auf glatten Straßen vorsichtig sein.

Die Räumfahrzeuge in NRW versuchen die Straßen freizuhalten.
Die Räumfahrzeuge in NRW versuchen die Straßen freizuhalten.  © DPA

Schon am Mittwochvormittag zogen Schneeschauer von der Eifel über das Rheinland und Ruhrgebiet bis nach Ostwestfalen hinweg.

"Von Südwest kommt aber noch mehr Nachschub", sagte Malte Witt vom Deutschen Wetterdienst in Essen am Mittwochmittag.

Bis Donnerstagmorgen sollte es im ganzen Land zwischen zwei und fünf Zentimeter Schnee geben.

Zumindest in höheren Lagen könnte es bei Minusgraden dann auch zum Schlittenfahren reichen. Gerade auf Nebenstrecken warnte der Deutsche Wetterdienst allerdings vor glatten Straßen.

Bereits am Mittwoch machte Schneeglätte den Autofahrern mancherorts zu schaffen. In und um Aachen zählte die Polizei bis zum Mittag mehr als 70 Unfälle, überwiegend mit Blechschaden.

16 Mal krachte es im Rhein-Erft-Kreis. Zwei Autofahrer mussten nach einer Kollision in Bergheim ins Krankenhaus. Im ostwestfälischen Delbrück bei Paderborn verunglückte ein 57-Jähriger schwer.

Sein Auto war laut Polizei mit Sommerreifen von einer glatten Fahrbahn abgekommen und gegen zwei Bäume gefahren. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde er in ein Krankenhaus gebracht.

Skigebiete in NRW melden beste Bedingungen

Schneelandschaft bei Köln aus der Vogelperspektive.
Schneelandschaft bei Köln aus der Vogelperspektive.  © DPA

Die Skigebiete in NRW melden nach dem Neuschnee der vergangenen Tage beste Bedingungen.

So laufen im Sauerland inzwischen auch viele Lifte in Naturschneegebieten, sagte eine Sprecherin der Wintersport-Arena.

Sie rechnet damit, dass spätestens am Wochenende rund 100 Lifte in Betrieb sind - soviel wie in dieser Saison noch nie.

Weil es in der Eifel anders als im Sauerland keine Beschneiungsanlagen gibt, ist dort die Freude über den Neuschnee besonders groß.

So reichen die Schneehöhen in Monschau zum Schneeschuhwandern oder für Pferdeschlittenfahrten. Auch der letzte Lift in Hellenthal hat inzwischen seinen Betrieb aufgenommen.

Die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes für die kommenden Tage kündigen im Flachland bereits wieder Tauwetter an: Am Wochenende sollen die Temperaturen dort wieder über Null klettern und die Schneedecke schmelzen lassen.

Anders in den Höhenlagen: Die Skigebiete in NRW bereiten sich auf einen großen Ansturm am nächsten Winter-Wochenende vor.

Warnung im Nationalpark Eifel vor Schneebruch in den Wäldern

Im Nationalpark Eifel sorgt der Schnee für Schneebruch an einigen Bäumen. Deshalb warnt der Nationalpark Eifel vor dem Wandern im Nationalpark.

"Wegen des zunehmenden Anteils von alten Bäumen im Nationalpark können hier - häufiger als in anderen Wäldern - Äste oder ganze Bäume auf den Weg fallen. Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie den Wald nicht betreten. Beachten Sie bitte: Das Betreten der Nationalpark-Wälder erfolgt grundsätzlich auf eigene Gefahr." Einige Wege werden allerdings bei Schnee geräumt.

Auch in Köln fällt der Schnee und bleibt teilweise liegen.
Auch in Köln fällt der Schnee und bleibt teilweise liegen.  © DPA

Mehr zum Thema Wetter:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0