18 Unfälle in einem Jahr! Auf dieser Kreuzung läuft was falsch

Vier Verletzte forderte allein dieser Zusammenstoß zwischen Opel und Toyota. 17 weitere Unfälle verliefen kaum besser.
Vier Verletzte forderte allein dieser Zusammenstoß zwischen Opel und Toyota. 17 weitere Unfälle verliefen kaum besser.  © Niko Mutschmann

Schneeberg - Was für eine Schreckensbilanz: Innerhalb eines Jahres gab es auf einer einzigen Kreuzung 18 schwere Unfälle mit 17 Verletzten. Dabei wurde die Verkehrseinrichtung gerade neu nach den gängigen Richtlinien angelegt. Was ist da los?

Mit großem Brimborium eröffnete Verkehrsminister Martin Dulig den neuen Autobahnzubringer von der B 93 (bei Schneeberg) zur A-72-Auffahrt Zwickau-West.

Insgesamt 45 Millionen Euro kostete die neue Verbindung. Heute vor einem Jahr, am 6. August 2016, gab es den ersten Blechschaden. Weitere Einschläge häuften sich. Am 7. September mussten erstmals zwei Schwerverletzte beklagt werden.

Nach einem halben Jahr bilanzierte Annerose Lühr, Chefin der Unfallkommission: "Nirgends sonst im Erzgebirgskreis haben sich bisher so viele und auch schwere Unfälle in so kurzer Zeit ereignet."

Was stimmt mit dieser Kreuzung nicht?

Von oben gesehen sieht sie zwar aus wie ein Dreizack, doch von allen Seiten ist sie gut einsehbar. Dennoch kracht es immer wieder.

Unfallursache: Missachtung der Vorfahrtregelung. Es sind die auf der B 93 aus Zwickau kommenden Fahrer, die dann Richtung Aue und Schneeberg abbiegen wollen.

Deren Problem: Jahrzehnte lang war man auf der Bundesstraße durchgängig vorfahrtsberechtigt. Das hatte sich über Nacht geändert.

Die Unfallkommission war gezwungen, die Geschwindigkeit auf der Bundesstraße auf 50 km/h zu reduzieren. Zusätzlich wurden vorher vorhandene Abbiegespuren wieder eingezogen. Seither hat sich das Unfallgeschehen beruhigt.

Allerdings: Vor vier Wochen krachte es wieder - zwei Verletzte und 30.000 Euro Schaden.

Titelfoto: Niko Mutschmann


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