Raser freut's: Immer weniger Verkehrskontrollen in Sachsen

Von Juliane Morgenroth

Die Linke beklagt die sinkende Zahl an Kontrollstunden zur Verkehrsüberwachung.
Die Linke beklagt die sinkende Zahl an Kontrollstunden zur Verkehrsüberwachung.

Dresden - Am Montag startet das neue Schuljahr. Laut Innenminister Markus Ulbig (52, CDU) investiert der Freistaat kräftig in die Verkehrssicherheit für Kinder. Die Linke aber moniert, dass die Verkehrsüberwachung drastisch abgenommen hat.

Die vom Freistaat geförderte Verkehrserziehung sei wichtig, so Innenexperte Enrico Stange (Linke). Es brauche aber auch die Polizei. „Leider fällt mit jedem Monat ein Stück mehr der Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei dem Personalnotstand zum Opfer“, erklärt Stange. Er verwies auf Angaben von Ulbig selbst.

Demnach gab es im Jahr 2000 noch 93.242 Kontrollstunden zur Verkehrsüberwachung. „2005 waren es nur noch 72.354, in 2010 nur noch 46.024 und 2015 letztlich 25.015“, so Stange.

Auch Anhaltekontrollen seien drastisch reduziert worden. Kontrollen von Landkreisen und Städten seien oft nicht auf Schulen ausgerichtet. Er fordert ein gemeinsames Vorgehen von Land und Kommunen bei der Verkehrssicherheitsarbeit.

Ulbig hatte auf Programme und Kampagnen verwiesen. Gemeinsam mit dem Landesverband des Sächsischen Verkehrsgewerbes startet die Polizei die Sicherheitskampagne „Die Schule hat begonnen!“.

Zudem werde die vorschulische Verkehrserziehung mit mittlerweile zwölf mobilen Kindergartenverkehrsschulen gefördert. Drei sind neu - sie werden mit 72.000 Euro gefördert.

Foto: dpa/Sebastian Kahnert


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