Schock für Tierschützer: Letztes Sumatra-Nashorn an Krebs gestorben

Borneo (Malaysia) - Am Samstag ist das letzte Sumatra-Nashorn Iman in Malaysia an Krebs verstorben. Damit gilt die Spezies dort offiziell als ausgestorben. Schätzungen nach gibt es weltweit nur noch etwa 80 weitere Tiere.

Iman wurde 25 Jahre alt.
Iman wurde 25 Jahre alt.  © Screenshot/Twitter/malaysiakini

Iman war das letzte lebende Sumatra-Nashorn in Malaysia. Nur wenige Monate zuvor war das letzte bekannte Männchen verstorben.

Trotz eines enormen Pflegeaufwands und bester medizinischer Versorgung hatte das Weibchen keine Chance gegen den aggressiven Krebstumor in ihrer Gebärmutter, berichtet die "Daily Mail".

Iman wurde nur 25 Jahre alt.

Entdeckt wurde der bösartige Tumor im März 2014, als Iman eingefangen wurde. "Obwohl wir wissen, dass dies früher als später geschehen würde, sind wir von dieser Nachricht sehr betroffen", so die Umweltministerin Christina Liew über den Tod des seltenen Nashorns.

Durch die Zerstörung ihres Lebensraumes und Wilderei ist die Anzahl der Sumatra-Nashörner in den letzten Jahren weltweit drastisch gesunken, da sie sich in dem begrenzten Raum kaum fortpflanzen.

Die "International Rhino Foundation" geht deshalb davon aus, dass die seltene Nashorn-Art innerhalb weniger Jahrzehnte komplett aussterben wird.

Seit 2011 wird in Malaysia versucht, Sumatra-Nashörner in Gefangenschaft zu züchten. Allerdings ohne Erfolg.

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