Nach Todesdrama an Silvester: Polizei sucht Umgebung nach Munition ab

Schönberg - Noch tappt die Polizei bei den Ermittlungen nach dem Tod der Dreifach-Mutter beim Silversterfeuerwerk in Schönberg im Dunklen. Klar ist nur, dass sie durch einen Schuss starb.

Die Polizei hat den Tatort abgesperrt und sucht nach Spuren.
Die Polizei hat den Tatort abgesperrt und sucht nach Spuren.  © DPA

Am Freitag setzte die Polizei ihre Spurensuche fort. Mit einer Hundertschaft Beamte, Metalldetektoren und Sprengstoff-Spürhunden durchkämmten sie die Umgebung.

Gesucht wurden Hülsen oder Munitionsreste im Umfeld des Tatortes, wie Polizeisprecherin Julia Bunge erläuterte.

Ob Hülsen, Munitionsreste oder eine Waffe im Umfeld des Tatortes gefunden wurden, wollte ein Polizeisprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen - ebenso nicht, ob die Befragung von Anwohnern neue Erkenntnisse gebracht habe.

Für die Staatsanwaltschaft steht inzwischen nur fest, dass auf die 39-Jährige geschossen wurde. "Wir gehen inzwischen davon aus, dass die Frau durch eine Schussverletzung getötet worden ist", sagte die Kieler Oberstaatsanwältin Birgit Heß am Freitag.

Dies habe die ballistische Untersuchung der Metallsplitter, die aus dem Kopf der getöteten Dreifach-Mutter entfernt wurden, ergeben. Die ballistischen Untersuchungen seien aber noch nicht abgeschlossen.

Die Einsatzkräfte versuchen mit technischen Hilfsmitteln den Tathergang zu rekonstruieren.
Die Einsatzkräfte versuchen mit technischen Hilfsmitteln den Tathergang zu rekonstruieren.  © DPA

Polizei und Staatsanwaltschaft machten bisher keine Angaben, welche Waffe und Munition für die Tat in Frage kommen. Über den Tatverlauf gebe es bisher keine Erkenntnisse, sagte Heß.

Möglich sei eine fahrlässige oder sogar vorsätzliche Tötung. "Wir haben keine Variante, die wir favorisieren."

Auch die Person, die den Schuss abfeuerte, sei unbekannt. "Es gibt noch keine heiße Spur", sagte Heß.

Die Frau wollte an Silvester mit ihrem Mann vor der Tür das Feuerwerk genießen, doch nach wenigen Minuten brach die Mutter von drei kleinen Kindern zusammen. Trotz Not-Operation verstarb sie wenig später im Krankenhaus.

Zunächst wurde vermutet, illegale Feuerwerkskörper hätten die Verletzungen verursacht. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei suchen nach Zeugen.

Update: So geht es jetzt weiter

Wie die Polizei am Samstag mitteilte, sollen die Ermittlungen auch am Wochenende weitergehen. Nach der Untersuchung des Tatorts bis Freitag würden nun die gefundenen Spuren ausgewertet sowie Hinweise von Bürgern, sagte ein Polizeisprecher. In der kommenden Woche soll es weitere Befragungen geben. Mehr Details zum Stand der Ermittlungen nannte er nicht.

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