Wendung im Todesdrama an Silvester: Dreifach-Mutter starb nicht durch Feuerwerkskörper

Schönberg - Der Fall wird immer mysteriöser! Der Tod der Dreifach-Mutter aus Schönberg in der Silvesternacht hält die Polizei in Atem.

Ermittler haben den Tatort in Schönberg abgesperrt.
Ermittler haben den Tatort in Schönberg abgesperrt.  © DPA

Die Frau trat gemeinsam mit ihrem Mann vor die Tür um das Feuerwerk zu sehen, wenig später brach sie zusammen und verstarb trotz einer Notoperation im Krankenhaus (TAG24 berichtete).

Nun hat die Polizei neue Erkenntnisse zum tragischen Tod der 39-Jährigen. "Nach der Obduktion gehen wir mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die Frau durch eine Schussverletzung getötet worden ist", sagte die Kieler Oberstaatsanwältin Birgit Heß.

Demnach handelte es sich bei den Metallsplittern im Kopf der Frau um Teile eines Projektils unbekannten Kalibers.

Ursprünglich wurde davon ausgegangen, dass die Verletzungen durch illegale Feuerwerkskörper verursacht worden waren. Doch bei der Notoperation fanden die Ärzte Splitter, die die Ermittler auf die neue Spur brachten.

Staatsanwaltschaft und Mordkommission ermitteln weiter auf Hochtouren wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts. Die Hintergründe seien noch unklar, sagte Heß.

Die Polizei versucht den Tathergang in der Silvesternacht zu rekapitulieren.
Die Polizei versucht den Tathergang in der Silvesternacht zu rekapitulieren.  © DPA

Am Donnerstag befragten Beamte in Schönberg erneut Anwohner sicherten Spuren am Tatort.

Am Nachmittag sollte eine Einsatz-Hundertschaft der Polizei das Gebiet absuchen. Bei ihrer Arbeit wurden die Beamten auch vom Landeskriminalamt Hamburg unterstützt.

Vor Ort setzten die Ermittler auch einen 3D-Scanner ein. "Dieser ermöglicht eine visuelle Darstellung des Tatorts", sagte Polizeisprecher Matthias Felsch.

Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei suchen Zeugen des Vorfalls.

Wer Silvester zwischen Mitternacht und etwa 0.30 Uhr in Schönberg im Bereich von Goethestraße, Herderstraße und Probsteier Allee jemanden beobachtet hat, der mit Waffen hantierte, solle sich bei der Kripo melden.

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