Nach Todesschuss auf Dreifach-Mutter: Wird der Fall nie geklärt?

Schönberg/Kiel - Auch nach einem Jahr ist ungeklärt, wer in der Silversternacht vergangenen Jahres in Schönberg (Kreis Plön) eine dreifache Mutter erschossen hat.

Ermittler haben den Tatort in Schönberg abgesperrt. (Archivbild)
Ermittler haben den Tatort in Schönberg abgesperrt. (Archivbild)  © Carsten Rehder/dpa

Der Fall sei noch nicht zu den Akten gelegt, sagte Polizeisprecher Oliver Pohl am Montag. Die Mordkommission ermittle weiter, sagte Pohl.

Es gebe immer wieder Hinweise, denen nachgegangen werde. "Eine heiße Spur war leider nicht darunter."

Die 39 Jahre alte Frau war vor einem Jahr beim gemeinsamen Betrachten des Feuerwerks mit ihrer kleinen Tochter und ihrem Mann wenige Minuten nach dem Jahreswechsel vor der Tür mit einer blutenden Wunde am Kopf zusammengebrochen.

Sie erlag noch am 1. Januar im Krankenhaus ihren Verletzungen. Laut Obduktionsergebnis war sie von einem Geschoss aus einer kleinkalibrigen Waffe getroffen worden.

Am 22. März hatten Polizei und Staatsanwaltschaft unter Hinweis auf die ballistischen Untersuchungen des Landeskriminalamtes mitgeteilt, der tödliche Schuss sei aus der näheren Umgebung abgegeben worden.

Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass es sich nicht um einen gezielten Schuss handelte, sondern um ein tragisches Unglück.

Ein Jahr danach sprachen die "Kieler Nachrichten" mit dem Witwer. Dieser glaube nicht mehr daran, dass der Tod seiner Frau noch aufgeklärt werden kann. "Die Polizei hat ja alles versucht", sagte er der Zeitung.

Die Polizei versucht den Tathergang in der Silvesternacht zu rekonstruieren. (Archivbild)
Die Polizei versucht den Tathergang in der Silvesternacht zu rekonstruieren. (Archivbild)  © Carsten Rehder/dpa

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