Ganz schön clever! Ein neugeborenes Baby kann mehr als wir denken

Deutschland - Das neugeborene Baby möchte erst einmal ganz in Ruhe in der Welt „da draußen“ ankommen. Raus aus Mamis geschütztem Bauch ist auf einmal alles ganz schön hell und laut. Mit allen Sinnen wird in den nächsten Tagen und Wochen die Welt entdeckt. Babys können schon mehr sehen, hören, fühlen und riechen als wir glauben.

1. Sehen

Babys lieben es, das Gesicht und die Mimik ihrer Eltern zu betrachten.
Babys lieben es, das Gesicht und die Mimik ihrer Eltern zu betrachten.  © Sabine van Straaten / unsplash.com

In den seltenen Momenten, wenn sich Babys Augen öffnen, lieben sie es jetzt schon, das Gesicht ihrer Eltern und Geschwister zu studieren.

Am besten halten Sie es auf Ihrem Arm auf einer Distanz von circa 20 bis 25 cm. Dann kann das neugeborene Baby das Gesicht seiner Eltern schon recht gut erkennen. Bald wird es sogar schon versuchen, den ersten Blickkontakt aufzunehmen.

Der Rest der Welt erscheint ihnen noch unscharf.

Neugeborene wenden sich oft Lichtquellen zu. Schon in Mamas Bauch wussten sie zwischen hell und dunkel zu unterscheiden. Babys lieben starke Kontraste und intensive Farben.

2. Hören

Der Klang von Musikinstrumenten ist eine Bereicherung für Babys Ohr.
Der Klang von Musikinstrumenten ist eine Bereicherung für Babys Ohr.  © Tatyana Tomsickova/123RF.com

Bereits im Mutterleib gewöhnt sich das Baby an die Stimme seiner Mutter. Denn ab der 24. Schwangerschaftswoche nimmt das ungeborene Kind die Geräusche seiner Umwelt gedämpft war.

So wirken Mamas Stimme und die Melodie einer kleinen Spieluhr auch nach der Geburt wahre Wunder.

Entscheidend ist es, so viel wie möglich liebevoll mit dem Neugeborenen zu sprechen. Die Stimmen von Mama und Papa sind so beruhigend und klingen wie Musik in Babys Ohren. Gern lauschen sie auch Klängen von Musikinstrumenten wie der Kalimba.

Natürlich fördert auch Singen das Wohlbefinden der Kleinen. Von Anfang an träumen Babys und verarbeiten ihre vielen neu gewonnenen Eindrücke.

3. Schmecken

Kleine Feinschmecker: Muttermilch schmeckt immer anders.
Kleine Feinschmecker: Muttermilch schmeckt immer anders.  © Oksana Kuzmina/123RF

Neugeborene haben 10.000 Geschmacksknospen auf ihrer Zunge. Das Sinnesorgan Zunge ist bei Babys schon so weit entwickelt, dass sie süß, sauer, salzig und bitter schmecken können.

Das konnten sie sogar schon als Embryo im Mutterleib. Dort tranken sie immerhin schon ordentlich Fruchtwasser. Übrigens ist es völlig normal, dass Babys in den ersten Tagen nach der Geburt bis zu 10 % ihres Gewichts verlieren.

Die verschiedenen geschmacklichen Nuancen, die gerade durch die Milch beim Stillen zum Kind gelangen, bereichern die kleinen Feinschmecker ungemein. Dabei weiß das Neugeborene selbst am bestem, was ihm gut tut.

Sie bevorzugen den süßen Geschmack, weil süß in der Natur für ungefährliche Speisen steht. Ist etwas bitter oder sauer, wird es mit Vorsicht genossen.

4. Riechen

Mama und Baby können sich gut riechen.
Mama und Baby können sich gut riechen.  © Ana Tablas / unsplash.com

Das Baby erkennt seine Mutter am ganz eigenen Körpergeruch. Das gibt ihnen die größte Sicherheit.

Deshalb wird oft empfohlen in den ersten Wochen als Mama und Papa auf Parfums sowie stark riechende Deodorants und Seifen zu verzichten. Denn dieser Fremdgeruch kann den Säugling irritieren und den so geliebten Duft der Mutter überdecken.

Bereits in den ersten Stunden nach der Geburt finden viele Neugeborene den Weg zur Brust der Mutter, um sich die ersten Tropfen der kostbaren Milch, das Kolostrum, abzuholen.

Sie riechen die Muttermilch förmlich. Beim Stillen fühlt sich das Baby an die Brustwarze heran und baut mithilfe seines Mundes und dem Saugreflex einen Druck auf.

5. Tasten und Fühlen

Hautkontakt zu den Eltern ist das größte Geschenk für ein Baby.
Hautkontakt zu den Eltern ist das größte Geschenk für ein Baby.  © Evgeny Atamanenko/123RF

Beim Kitzeln der Handinnenfläche der Kinder umschließen die kleinen Hände dank des Greifreflexes schon den großen Finger der Erwachsenen.

Besonders in den ersten Wochen nach der Geburt gilt: kuscheln was das Zeug hält. Die Babymassage ist auch ein sehr gefühlvoller Weg in einen innigen Kontakt zum neuen Familienmitglied zu treten.

Babys fühlen instinktiv durch ihre Lippen, Zunge und die gesamte Haut. Deshalb ist das entspannte Bonding direkt nach der Geburt auch so wichtig. Der direkte Hautkontakt zwischen Eltern und Kind gibt den Kleinen Geborgenheit und Vertrauen.

Gefühle wie Neugierde, Wohlsein und Unwohlsein können schon die Jüngsten zum Ausdruck bringen.

Schon gewusst? 5 Fakten über das neugeborene Baby

  • Viele Kinder haben bei der Geburt O-Beine. Sie müssen sich erstmal an die Beinfreiheit gewöhnen und sich langsam ausstrecken.
  • Die ersten Tage eines Neugeborenen bestehen fast ausschließlich aus Schlafen, Kuscheln und Trinken.
  • Sie müssen das Baby nicht täglich baden. Das könnte die empfindliche Kinderhaut austrocknen.
  • In den ersten drei Monaten schielen viele Babys. Sie können ihre Augen noch nicht zielgerichtet zusammen bewegen.
  • Neugeborene Babys weinen ohne Tränen. Denn erst mit etwa einem Monat haben sich die Tränenkanäle vollständig entwickelt.

WOW! Der erste Monat mit Baby: Fragen über Fragen

Endlich ist das lang ersehnte Baby da. Jetzt beginnt das große Rätselraten und alles im Leben steht auf dem Kopf. Warum weint es? Windeln voll? Hunger? Müde? Kuscheln? Bauchweh? Schluckauf?

Kinder lernen jeden Tag etwas dazu und schenken ihren Eltern unvergessliche Momente.
Kinder lernen jeden Tag etwas dazu und schenken ihren Eltern unvergessliche Momente.  © photobac/123RF

Tausende Fragen prasseln in kurzer Zeit auf junge Eltern ein. Doch keine Panik: Von Tag zu Tag wird die Kommunikation mit dem neuen Erdenbürger eindeutiger. Erfahrungen sammeln sich und der Umgang mit dem Neugeborenen wird sicherer.

Titelfoto: Bildmontage: Tatyana Tomsickova, 123RF.com

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