Schon wieder Brand in Müllanlage

Die Feuerwehr auf der Anfahrt zum Brandort.
Die Feuerwehr auf der Anfahrt zum Brandort.

Von Bernd Rippert

Mittweida/Freiberg – Zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen brannte es bei der Recyclingfirma Pyral. Nach dem Großbrand in der Freiberger Zentrale entzündeten sich am Nachmittag elf Wertstoffballen in der Filiale in Mittweida.

Nach Auskunft der Polizei konnten Feuerwehrleute das zweite Feuer schnell löschen. Sie zogen die Wertstoffballen aus einer Halle ins Freie und löschten sie ab.

Vermutlich handelte es sich um eine Selbstentzündung, eventuell durch eine Sprayflasche im Abfall. Der Schaden ist dennoch hoch.

Neben den Wertstoffen beschädigte das Feuer auch die Lüftungsanlage sowie die Elektrik in der Pyral-Halle. Ein Brandursachenermittler der Polizei wird sich die Halle am Dienstag anschauen.

Erst Anfang Juli hatten mehr als 220 Feuerwehrleute einen Großbrand bei Pyral in Freiberg löschen müssen. Dichte schwarze Qualmwolken waren damals über Freiberg gezogen und hatten die Bevölkerung beunruhigt. Damals war Brandstiftung die Ursache des Feuers.

Der Fraktionschef der Grünen im Landtag, Volkmar Zschocke (46), ist besorgt über die zahlreichen Brände in Abfallfirmen im Freistaat – „ein bis zwei pro Monat“.

Bereits nach dem letzten Brand in Freiberg hatte er eine Anfrage an das Umweltministerium gestellt um zu erfahren, welche Schadstoffe bei dem Großbrand freigesetzt wurden.

Jetzt ist Volkmar Zschocke erneut beunruhigt: „Die vielen Brände sind besorgniserregend. Wir brauchen bei solchen Ereignissen die Spezialisten der Task Force des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Sie können feststellen, ob in den Qualmwolken Gefahren für Mensch und Umwelt stecken.“

Foto: Falk Bernhardt


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