Schon wieder Elche in Sachsen gesichtet! Darum warnen Experten vor den Tieren

Noch ein seltenes Bild am Straßenrand: Ein junger Elch trieb sich in der Gegend von Sohland herum.
Noch ein seltenes Bild am Straßenrand: Ein junger Elch trieb sich in der Gegend von Sohland herum.  © Jan Zöllner

Bautzen - Für Naturfans ein Grund zur Freude, doch auch keine zu unterschätzende Gefahr: Der Elch breitet sich langsam Richtung Sachsen aus. Experten mahnen zur Vorsicht.

Der Sohlander Jan Zöllner (39) hat jetzt eines der Tiere selbst gesehen: "Ich war gegen 19 Uhr mit dem Auto unterwegs. Da sah ich rechts etwas Großes, viel größer als ein Reh."

Ein Elch! Er schoss ein Foto, bevor sich das Tier in den Wald zurückzog. Kurz zuvor war vermutlich dasselbe Tier im Ortsteil Wehrsdorf aufgetaucht.

„Es handelt sich um ein etwa anderthalbjähriges Tier“, sagt Biologe Martin Striese (47), der Daten über Elche sammelt. "Statt Schaufeln trägt er noch kleine Spieße als Geweih."

Dieses Jahr hat er schon drei Tiere gesichtet, "dabei kommt die Hauptwanderzeit erst noch." In Brandenburg gibt es bereit sesshafte Tiere, ähnliches ist auch in Sachsen zu erwarten. Besonders für Autofahrer gefährlich, da die Tiere nicht flüchten und so oft in der Windschutzscheibe landen.

Aber auch zu Fuß sollte man den Tieren nicht zu nah kommen: „Wenn sie sich bedrängt fühlen, treten sie mit den Vorderhufen“, warnt Striese. "Wenn ein Elch die Ohren anlegt, sollte man schnell in Deckung gehen."

Sichtungen melden: elch.sachsen@gmail.com

Biologe Michael Striese (47) beobachtet die Elchausbreitung in der Region.
Biologe Michael Striese (47) beobachtet die Elchausbreitung in der Region.  © Axel Gebauer

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