Schon wieder Großrazzia in Shisha-Lounges: Über 80 Bars, 700 Kilo Tabak beschlagnahmt!

Hamburg - Am Donnerstag wurden in der Hansestadt 80 Shisha-Bars kontrolliert und dabei zahlreiche Mängel festgestellt.

Drei Shishas sind bei der aktuellen Kontrolle von Raucher-Lounges in Hamburg zu sehen.
Drei Shishas sind bei der aktuellen Kontrolle von Raucher-Lounges in Hamburg zu sehen.  © Polizei Hamburg

In ganz Hamburg wurden bei einer erneuten Großrazzia wieder einmal zahlreiche Vergehen in Shisha-Bars festgestellt, die in der Nacht zu Freitag durchsucht wurden. Über 400 Beamte von Zoll, Polizei, Gewerbeamt und Finanzbehörde waren an der Kontrolle beteiligt. Zehn Zollhunde waren als Schutz- und Spürhunde zusätzlich im Einsatz, teilte die Polizei Hamburg am Freitagvormittag mit.

Auch in der Shisha-Lounge "Moon" am Harburger Rathausplatz hat es eine Durchsuchung gegeben. Mit einem Spürhund und mehreren Beamten rückten Zoll und Polizei in der Shisha-Bar an.

Ziel der Großkontrolle war eine Überprüfung, ob alle steuerlichen Pflichten von den Barbetreibern eingehalten werden, erklärte eine Sprecherin. So darf natürlich nur versteuerter Wasserpfeifentabak mit gültigem Steuersiegel vertrieben werden. Dem ist aber häufig nicht so.

"Die hohe Anzahl der festgestellten Verstöße zeigt, dass die einschlägigen Regelungen von den Betreibern der Bars größtenteils nicht eingehalten werden. Deshalb hatte unsere Kontrolle auch das Ziel, die Inhaber und ihre Gäste aufzuklären", so die Pressesprecherin Kristina Severon.

Kontrolle in Hamburger Raucher-Bars.
Kontrolle in Hamburger Raucher-Bars.  © Polizei Hamburg

Der Zoll Hamburg beschlagnahmte in den 80 Shisha-Bars über 700 Kilogramm Wasserpfeifentabak. Zudem seien acht illegale Glücksspielautomaten außer Betrieb gesetzt und diverse kleinere Funde von Betäubungsmitteln sichergestellt worden. Die Zollbeamten leiteten 55 Strafverfahren gegen Inhaber der Raucher-Lounges ein.

"Damit wurden in 70 Prozent aller kontrollierten Bars Zuwiderhandlungen festgestellt", hieß es vonseiten der Beamten.

In 20 Objekten mussten Kontrollen sogar zeitweise unterbrochen werden. Der Kohlenmonoxidgehalt in den Bars war zu hoch und die Gesundheit von Gästen und Kontrollbeamten war in Gefahr!

Nachdem die Bezirksämter die Objekte nach einer gründlichen Lüftung wieder freigegeben haben, wurden weiter kontrolliert. In einer Bar waren die gemessen Werte giftiger Gase aber so dramatisch hoch, dass sie längerfristig geschlossen bleiben wird.

Es war nicht die erste große Razzia dieser Art in Hamburg, bei der Vergehen festgestellt wurden. Erst kürzlich wurden deshalb neue Gesetze auf den Weg gebracht, um die Besucher besser zu schützen (TAG24 berichtete).

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