Nach Weihnachten: Diese Kätzchen müssen ins Heim

Tierheim-Chefin Marika Schreiber (28) kümmert sich liebevoll um Minka (l.) und Susi.
Tierheim-Chefin Marika Schreiber (28) kümmert sich liebevoll um Minka (l.) und Susi.

Von Bernd Rippert

Chemnitz - Traurig, aber wahr: Was unterm Tannenbaum noch geliebt wird, ist manchmal schon ein paar Tage später lästig.

Tierschützer klagen - wieder einmal - über die „Rückgabe“ lebender Weihnachtsgeschenke. Im Tierheim Röhrsdorf warten derzeit zwei Katzen auf neue Besitzer.

Minka und Susi heißen die Vierbeiner, die kurz nach dem Fest abgegeben wurden. Heimleiterin Marika Schreiber (28) rechnet bald mit zehn weiteren Hunden, Katzen und Kleintieren, „die verschenkt wurden, nun aber nicht mehr gefallen“.

Für die Expertin sind lebende Geschenke in Familien ein heikles Thema: „Am Anfang macht Kuscheln Spaß. Dann müssen die Kinder zur Schule, Eltern zur Arbeit. Schon droht der erste Streit, wer sich um das Tier kümmert.“

Auch das Tierheim am Pfarrhübel rechnet im Frühjahr mit der Abgabe von 15 Weihnachts-Hunden. Leiter Jens von Lienen (57): „Das geben aber die wenigsten zu. Hauptausrede sind Allergien.“

Lienen rät von Lebend-Präsenten ab: „Besser Gutschein. Dann können sich Beschenkte ein Tier aussuchen - oder Nein sagen.“

Jedes Jahr landen nach Weihnachten unzählige Tiere im Tierheim.
Jedes Jahr landen nach Weihnachten unzählige Tiere im Tierheim.

Foto: Maik Börner


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