Arzt diagnostiziert kleinem Jungen (3) verstauchten Knöchel, Wochen später ist er tot

Schottland - Weil der kleine Logan plötzlich anfing zu humpeln, wurde er von einem Arzt untersucht. Doch der erkannte den Ernst der Lage nicht.

Logan starb im Alter von drei Jahren, seine Oma setzt sich jetzt für die Forschung des seltenen Hirntumors ein.
Logan starb im Alter von drei Jahren, seine Oma setzt sich jetzt für die Forschung des seltenen Hirntumors ein.  © Screenshot/Twitter/Fiona Govan

Der Dreijährige aus der schottischen Kleinstadt Largs an der Westküste des Landes hatte zunehmend Probleme mit dem Laufen. Ein Arzt diagnostizierte ihm schließlich einen verstauchten Knöchel.

Doch weil es einfach nicht besser wurde, entschied sich die Familie Tage später in ein Krankenhaus zu fahren. Dort stellte ein Arzt schließlich fest, dass auch sein Arm geschwächt war. Der Kleine musste sich sofort mehreren Untersuchungen unterziehen.

Im Dezember 2016 dann die traurige Diagnose: Logan litt an einem Gehirntumor. Sein schmerzendes Bein war ein Symptom dafür. Das diffuse intrinsische Ponsgliom (DIPG) kommt vor allem im Kindesalter vor. Zwar ist diese Form selten, doch verläuft in allen Fällen tödlich.

Seine Oma Fiona Govan spricht nun über die Zeit mit dem "Daily Record": "Logan war ein normaler kleiner Junge, der Dinosaurier und das Meer geliebt hat. Zu sehen, wie er immer schwächer wird, war herzzerreißend."

Sechs Wochen bekam der Junge noch Bestrahlung, um sein Leben zu verlängern. Doch Logan wurde immer schwächer. "Er konnte nicht mehr sprechen, er fing wieder an zu krabbeln, ehe er überall getragen werden musste", erinnert sich seine Oma.

Im Oktober 2017 starb der junge Mann schließlich. Nun will seine Mutter Sapphire Maclean (29), die auch noch einen zweijährigen Sohn Ezra hat, Aufmerksamkeit schaffen. Sie erzählt: "DIPG ist für ein Kind automatisch ein Todesurteil." Bisher wurde kein Geld für die Forschung ausgegeben, das soll sich nun ändern.

Fiona startete eine Petition. Insgesamt 100.000 Stimmen werden benötigt, um das Thema zu einer politischen Debatte zu machen.

Titelfoto: Screenshot/Twitter/Fiona Govan