Mutter erfährt nach 40 Jahren, dass der Sarg ihres Sohnes leer ist

Eine Frau in Schottland hat kurz nach der Geburt ihr Kind verloren. Doch es wurde offenbar nie beerdigt. (Symbolbild)
Eine Frau in Schottland hat kurz nach der Geburt ihr Kind verloren. Doch es wurde offenbar nie beerdigt. (Symbolbild)  © 123RF

Saughton - Eine Schottin hat 40 Jahre nach der Beerdigung ihres Sohnes eine schreckliche Nachricht erhalten. In dem kleinen Sarg lag niemand!

Lydia Reid wusste schon lange, dass irgendetwas nicht stimmte. Seit über vier Jahrzehnten kämpfte die Schottin unermüdlich, um herauszufinden, was wirklich mit ihrem Sohn passiert ist.

Der kleine Gary starb nur sieben Tage nach seiner Geburt im Krankenhaus. Als Lydia ihren Sohn damals noch einmal sehen wollte, zeigte man ihr ein fremdes Kind: "Dieses Baby war blond und groß, mein Baby war winzig und dunkelhaarig. Das war nicht mein Sohn." Als die junge Mutter wütend wurde, wichen die Ärzte einer richtigen Erklärung aus und erzählten ihr, sie hätte eine postnatale Depression.

In den Jahren danach setzte Lydia alles daran, um das schreckliche Rätsel um den Verbleib ihres Sohnes zu lösen. Dabei deckte sie auf, das Führungskräfte in jener Klinik es zugelassen hatten, dass tote Kinder unrechtmäßig für die Forschung geklaut wurden. Hatte das selbe Schicksal auch ihren kleinen Gary ereilt?

Mittlerweile ist Lydia 68 Jahre alt. Täglich besuchte sie das Grab ihres Sohnes. Doch in der vergangenen Woche änderte sich alles.

Über einen Gerichtsbeschluss hatte die Schottin eine Exhumierung erwirken können. Die forensischen Anthropologin Prof. Dame Sue Black führte die Untersuchung. Sie sah als erstes, dass außer einem Schal, einer Mütze und einem Namensschild, nichts im Sarg lag - weder Skelett-Reste, noch Haare oder andere Zeichen der Zersetzung. In diesem Sarg hatte nie ein Baby gelegen!

Für die Schottin brach erneut eine Welt zusammen: "Es ist entsetzlich, dass ich all die Jahre hier her gekommen bin, um meinem Sohn nahe zu sein und er gar nicht hier war." Doch sie gibt nicht auf: "Auch wenn er verbrannt wurde, will ich es wissen. Selbst wenn er irgendwo im Krankenhaus konserviert in einem Glas liegt".

"Er ist mein Sohn und er verdient eine ordentlich Beerdigung" , stellt Lydia klar. Zudem vermutet Prof. Black, dass Garys Schicksal kein Einzelfall ist und noch weitere tote Kinder heimlich verschwanden. Mittlerweile wurde auch die Polizei informiert. Man hat Lydia und ihrer Familie die volle Unterstützung zugesichert, um ihr endlich Gewissheit und vor allem Frieden zu bringen - nach 42 langen Jahren.

Titelfoto: 123RF


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