Mit Schröders Idee wäre Merkel längst keine Kanzlerin mehr

Altkanzler Schröder (SPD) am 29.09.2016 im Willy-Brandt-Haus.
Altkanzler Schröder (SPD) am 29.09.2016 im Willy-Brandt-Haus.  © DPA

Berlin - Es läuft nicht gut für die SPD. Nachdem es zu Beginn des Jahres dank des Schulz-Hypes noch so aussah, als hätte die SPD tatsächlich die Chance, die Bundestagswahl 2017 zu gewinnen, gehen seit Wochen alle Umfragewerte zurück. Nun hat sich Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) dafür ausgesprochen, die Amtszeit eines Bundeskanzlers zu begrenzen.

Gebe es dieses Gesetz bereits in Deutschland, dann wäre Angela Merkel (CDU) schon lange keine Kanzlerin mehr. Doch natürlich nennt Schröder ganz andere Gründe für seinen Vorschlag.

So hat er sich dafür ausgesprochen, die Amtszeit eines Bundeskanzlers nach amerikanischem Vorbild auf zwei Wahlperioden zu limitieren. "Man wird im Laufe der Jahre in einem solchen Amt immun gegen Kritik. Das ist nicht gut. Deshalb finde ich: Acht oder zehn Jahre als Kanzler reichen", sagte der mittlerweile 73-Jährige dem Magazin "Cicero" am Mittwoch.

Vielleicht sind es doch eher die schlechten Umfragewerte und die verlorenen Landtagswahlen, die den Altkanzler zu diesen Überlegungen getrieben haben.

Martin Schulz braucht zur Zeit ein Wunder, um noch Kanzler werden zu können. Wie einfach wäre es da, wenn Angela Merkel aufgrund der Amtszeitbegrenzung längst weg wäre.


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