Schubschiff "Edda" macht Zwangspause im Alberthafen

Dresden - Seit Freitag dümpeln Schubschiff "Edda" und Schiffstorso Nummer zwei im Alberthafen. Auch gestern konnten sie ihren Weg Richtung Magdeburg nicht fortsetzen. Nicht der Pegel, sondern der Wind ist das Problem.

Lutz Peschel (57, vorn) und Marc Klingbeil (33) warten auf die Weiterfahrt.
Lutz Peschel (57, vorn) und Marc Klingbeil (33) warten auf die Weiterfahrt.  © Holm Helis

86 Meter lang ist der Tankerrumpf, den die "Edda"-Besatzung und der Kapitän der "Leipzig", Lutz Peschel (57) vergangene Woche in Lovosice (Tschechien) abgeholt haben.

Donnerstag erreichte der Schubverband Dresden, seit Freitag geht nichts mehr. "Der Wasserstand ist optimal", sagt Peschel, der den Kollegen der Ed Line aus Berlin hilft, weil er das erforderliche Schiffspatent besitzt.

Doch Sturmtief "Yulia" bläst - gemeinsam mit Tief "Xantippe" - die Weiterfahrt ab. "Wir könnten stranden bei den starken Böen", so Edda-Kapitän Marc Klingbeil (33).

An Bord der "Edda" ist jetzt Geduld gefordert. Heute pfeift der Wind zwar etwas milder, als am gestrigen Sonntag. Doch die vorher gesagten Böen sind stärker als die für den Transport erlaubten 20 km/h Windstärke. "Am Dienstag nimmt der Sturm wieder zu, bis 60 km/h", so Jens Oehmichen (51) vom Deutschen Wetterdienst.

Seit Juni 2019 warteten zwei Schiffskörper auf der Werft in Lovosice auf ihren Transport in die Niederlande. Wegen dauerhaften Niedrigpegels war der Transport monatelang nicht möglich. Der erste Torso ist bereits in Magdeburg angekommen.

Der Schubverband liegt seit Donnerstagabend im Alberthafen.
Der Schubverband liegt seit Donnerstagabend im Alberthafen.  © Holm Helis
Der Windmesser steht weiterhin auf Sturm, zeigt Lutz Peschel (57).
Der Windmesser steht weiterhin auf Sturm, zeigt Lutz Peschel (57).  © Holm Helis
Schubschiff "Edda" hat es in sich: Ihre auf elf Meter ausfahrbare Kabine macht es möglich, den 86 Meter langen Torso durch die Elbe zu schieben.
Schubschiff "Edda" hat es in sich: Ihre auf elf Meter ausfahrbare Kabine macht es möglich, den 86 Meter langen Torso durch die Elbe zu schieben.  © Holm Helis

Mehr zum Thema Dresden Wirtschaft:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0