Schülerin (14) mit Messerstichen getötet: Deutschland nimmt Abschied von Keira

Berlin - Eine Tat, die bis heute ganz Deutschland beschäftigt. Am 7. März wird die 14-jährige Keira blutüberströmt von ihrer Mutter in der gemeinsamen Berliner Wohnung gefunden. Ihr Körper übersät mit unzähligen Messerstichen, von denen einer das Herz der Schülerin traf (TAG24 berichtete). Einen Monat nach dem gewaltsamen Tod wird die beliebte und gute Eisschnellläuferin am Samstag (11 Uhr) beigesetzt.

Polizeifahrzeuge stehen vor einem Gebäudekomplex in der die 14-jährige Keira mit mehreren Messerstichen getötet wurde.
Polizeifahrzeuge stehen vor einem Gebäudekomplex in der die 14-jährige Keira mit mehreren Messerstichen getötet wurde.  © Paul Zinken/dpa

Bei dieser grauenvollen Tat drängt sich die Frage nach dem Warum auf. Warum musste Keira so früh gehen? Warum stach ein 15-Jähriger, der wenige Tage nach der Bluttat festgenommen werden konnte, mehrfach auf die Schülerin ein? Die Suche nach einem Motiv ist noch nicht abgeschlossen.

Der 15-Jährige kam in Untersuchungshaft und legte ein Geständnis ab. Er traf sich mit Keira in ihrer Wohnung, sie kannten sich. Dann stach er zu. Wie Staatsanwaltschafts-Sprecher Martin Steltner der Deutschen Presse-Agentur sagte, gehen die Ermittler inzwischen von einer "länger geplanten Tat" aus.

Wegen des jugendlichen Alters werde das Verfahren gegen den Schüler zwar besonders beschleunigt, doch eine Anklage sei noch offen. Der Haftbefehl lautete auf Totschlag. Dass ein so junger Verdächtiger in U-Haft kommt, ist eher selten. Begründet wurde dies mit Verdunkelungsgefahr.

Blumen, Kerzen und Gedenkschreiben haben Menschen am Eingang zur Eisschnelllaufhalle an der Konrad-Wolf-Straße zum Gedenken an die ermordete 14 Jahre alte Schülerin abgelegt.
Blumen, Kerzen und Gedenkschreiben haben Menschen am Eingang zur Eisschnelllaufhalle an der Konrad-Wolf-Straße zum Gedenken an die ermordete 14 Jahre alte Schülerin abgelegt.  © Paul Zinken/dpa

Die Tat hatte Entsetzen ausgelöst und viele Menschen erschüttert. Die große Anteilnahme habe sie überwältigt und ihr Kraft und das Gefühl gegeben, mit der Trauer nicht allein zu sein, hatte Keiras Mutter in einem Brief mitgeteilt.

Zugleich bat die Frau darum, dass zu der Trauerfeier nur die Menschen kommen sollten, die ihre Tochter gekannt haben. Alle anderen könnten zu einem späteren Zeitpunkt am Grab auf dem evangelischen Friedhof St. Andreas - St. Markus Abschied nehmen.

Keira sei an ihrer Schule Grüner Campus Malchow sehr beliebt gewesen, erinnert sich die Mutter. Ihre Tochter habe sich dort gut aufgehoben gefühlt. Viele Mitschüler vermissen Keira. Sind traumatisiert und werden nach wie vor von mehreren Psychologen betreut. Direktor Thomas Barthl hatte gesagt, es gebe Fragen, die keiner beantworten könne.

Das Mädchen trainierte auch beim Berliner TSC. Die Eisschnellläuferin war zuletzt im Januar in ihrer Altersklasse Berliner Meisterin über 1500 Meter geworden. Auch ihr Verein hatte sich bestürzt über den Tod der Sportlerin gezeigt und auf der Homepage seine Anteilnahme zum Ausdruck gebracht.

Der gewaltsame Tod von Keira ist jedoch kein Einzelfall. Zuletzt gab es deutschlandweit mehrere tödliche Messerattacken von Jugendlichen, wie TAG24 berichtete.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa


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