Schülerin muss wegen Mord am Stiefvater erneut vor Gericht

Bestatter holten das Opfer am 16. November 2015 in der Wohnung in Vlotho ab.
Bestatter holten das Opfer am 16. November 2015 in der Wohnung in Vlotho ab.

Vlotho - Sie erstach mitten in der Nacht ihren Stiefvater und verletzte ihre Mutter. Neun Jahre Haft lautete das Urteil. Nun muss neu verhandelt werden.

Grund: Der Bundesgerichtshof sieht einen Formfehler. Zwar hatte die Jugendliche die Möglichkeit ein letztes Statement abzugeben, aber nicht ihr Onkel - der als Vormund bestellt war. (TAG24 berichtete)

"Dieses letzte Wort eines Angeklagten oder eines Erziehungsberechtigten hat im Strafrecht einen hohen Stellenwert", erklärt Strafverteidigerin Deborah Weinert in der Neuen Westfälischen.

Die Tat hatte sich im November 2015 im Schlafzimmer der Eltern ereignet. Die Mutter überlebte den Übergriff, der Stiefvater starb dabei.

„Jetzt beginnt das Verfahren wieder bei Null", erklärt Strafverteidiger Christian Thüner der Zeitung. Verhandelt wird von einer anderen Jugendkammer des Landgerichts Bielefeld.

Der Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.


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