Gefährliche Schüsse in Hamburg: Angeklagter gesteht Tat

Hamburg - Ein 27-Jähriger steht derzeit wegen eines lebensgefährlichen Angriffs auf einen weiteren Mann vor Gericht. Er soll im Oktober 2017 am Dammtorbahnhof in Hamburg mehrere Schüsse abgefeuert haben.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg fordert vier Jahre Haft.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg fordert vier Jahre Haft.  © DPA

Laut Anklage soll er am frühen Morgen des 22. Oktobers mit dem Mann in Streit geraten sein.

Unter Beteiligung von weiteren Personen sei es zu einer massiven Schlägerei gekommen. Dann soll der 27-Jährige zum Teil aus nächster Nähe auf seinen Kontrahenten geschossen haben.

Dieser sei den Kugeln jedoch entkommen, indem er Haken schlug, sich zu Boden warf und sich schließlich im Bahnhof versteckte. Im Prozess ist der Mann Nebenkläger.

Sein Anwalt habe sich vor Gericht für eine "moderate Abwägung" der Schuld ausgesprochen und keinen konkreten Strafantrag gestellt, hieß es.

Die Staatsanwaltschaft hat am Dienstag vier Jahre Haft für den Angeklagten gefordert. Der 27-Jährige habe das Tatgeschehen weitgehend eingeräumt, teilte die Gerichtspressestelle mit.

Die Staatsanwaltschaft werfe dem Angeklagte einen Verstoß gegen das Waffengesetz und weitere Straftaten vor, habe den ursprünglichen Vorwurf des versuchten Totschlags aber nicht aufrechterhalten.

Die dramatischen Szenen an dem Oktobersonntag waren von einem Zeugen mit dem Handy gefilmt worden. Das ins Internet gestellte Video hatte für Aufsehen gesorgt. Der Prozess soll am Donnerstag fortgesetzt werden.


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