Anwohner hören Schüsse: Dramatischer Großeinsatz in Hamburg!

Hamburg - Im Hamburger Stadtteil Lohbrügge hat ein Streit zwischen zwei Gruppen am Dienstagabend einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Mehrere Männer wurden festgenommen.

Mehrere verdächtige Männer liegen am Boden.
Mehrere verdächtige Männer liegen am Boden.  © René Schröder

Ein Anwohner verständigte sofort die Polizei, nachdem er gegen 22.30 Uhr laute Schreie und mehrere Schüsse von der Straße gehört hatte, teilte ein Sprecher am Abend mit.

Polizei und Feuerwehr rückten daraufhin mit größerem Aufgebot an. Am Reinbeker Redder gerieten die beiden Gruppen von jeweils zehn bis zwölf Männern in Streit und gingen aufeinander los, bis eine Gruppe in eine angrenzende Kleingartenanlage flüchtete, hieß es weiter.

Verletzte gab es nach ersten Angaben keine. Auch scharfe Waffen wurden nicht gefunden. Nach Angaben der Polizei kamen lediglich Schreckschusswaffen zum Einsatz.

Die Beamten nahmen etwa zehn Beteiligte vorläufig fest, sie wurden in einem Bus mit der Aufschrift "Sonderfahrt" zur Dienststelle gebracht.

Die Zusammensetzung der Gruppen und weshalb diese überhaupt in Streit gerieten, war am Mittwochmorgen zunächst noch unklar.

Mit einem Bus wurden die Verdächtigen am Abend zur Dienststelle gebracht.
Mit einem Bus wurden die Verdächtigen am Abend zur Dienststelle gebracht.  © René Schröder

Update, 10.20 Uhr: 16 Personen festgenommen

Wie die Polizei am Mittwochmorgen weiter mitteilte, sollen die beschuldigten Personen bei einer privaten Feier in einem Kleingartenverein in Hamburg-Lohbrügge aneinandergeraten sein. Bei dem Gerangel zwischen den Gästen habe dann eine Person mit einer Schreckschusswaffe mehrfach in die Luft gefeuert, verletzt wurde dabei aber niemand.

Die Polizei rückte zunächst mit 24 Streifenwagen an und nahm insgesamt 16 Personen vorläufig fest. Aufgrund mangelnder Haftgründe konnten aber alle nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen werden.

Eine Sofortfahndung der Polizei führte am Abend außerdem noch zur Ergreifung von drei Männern in einem Bus in Richtung Billstedt.

Eine der Personen, ein 21-jähriger Afghane, führte eine Schreckschusswaffe mit sich, bei der es sich laut Polizei sehr wahrscheinlich um die Tatwaffe handelt. Sie wurde sichergestellt und muss nun kriminaltechnisch untersucht werden.

Den 21-Jährigen erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Die Ermittlungen in dem Fall dauern noch an.

Titelfoto: René Schröder

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