Schüsse im Garten: Betrunkener 59-Jähriger ruft das SEK auf den Plan

Egloffstein - Mehrere Anwohner riefen die Polizei, weil ein Mann in seinem Garten Schüsse abfeuerte. Ein Sondereinsatzkommando musste gerufen werden.

Einsatz für das Sondereinsatzkommando (SEK): Ein 59-Jähriger hat wild mit einer Waffe herumgeschossen. (Symbolbild)
Einsatz für das Sondereinsatzkommando (SEK): Ein 59-Jähriger hat wild mit einer Waffe herumgeschossen. (Symbolbild)  © Franz-Peter Tschauner/dpa/lnw

Am Freitagabend gingen bei der oberfränkischen Polizei gleich mehrere Mitteilungen von Anwohnern in Egloffstein ein. Der Bewohner eines Einfamilienhauses am Ortsrand soll auf seinem Grundstück mit einer Waffe herumgeschossen haben.

Wie die Polizei am Samstag mitteilte, wurden umgehen mehrere Einsatzkräfte zu dem Anwesen geschickt. Allerdings fanden diese im Garten keine Personen mehr vor.

Geräusche aus dem Gebäude ließen jedoch den Verdacht zu, dass sich der Mann mit seiner Lebensgefährtin nun im Haus befinden.

Nachdem bekannt war, dass der Hauseigentümer legal im Besitz von Schusswaffen sei und wegen der für die Einsatzkräfte unklaren Situation im Haus, forderte die Einsatzzentrale ein Spezialeinsatzkommando an.

Letztlich gelang es den SEK-Beamten, den Mann beim Verlassen des Hauses festzunehmen.

Durch das für den 59-Jährigen überraschende Vorgehen der Polizisten leistete dieser keinerlei Gegenwehr und wurde auch nicht verletzt. Auch die Frau konnte unversehrt im Gebäude angetroffen werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich der stark alkoholisierte Mann in einer psychischen Ausnahmesituation und schoss in diesem Zustand im Garten mit mindestens einer seiner Waffen herum. Dabei kam es weder zu Verletzungen von Personen noch zu Beschädigung fremden Eigentums, wie die Polizei bestätigt. Um welche Art von Waffen es sich dabei handelte, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.

Beamte der Polizei Ebermannstadt stellten die Waffen des Mannes sicher, veranlassten seine Zwangseinweisung in ein Bezirkskrankenhaus und nahmen Ermittlungen zu den genauen Hintergründen auf.

Titelfoto: Franz-Peter Tschauner/dpa/lnw

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